Dunkle Wolken und Regen haben ein wenig die Stimmung beim diesjährigen Altstadtfest in Engen verdorben. Waren bis zum späten Nachmittag alle Beteiligten, Organisatoren, Aussteller und Besucher noch optimistisch, ließ sich das miese Wetter nicht verscheuchen. Schauer und Nieseln scheuchten die Gäste unter Schirme, Zelte und sonstigen Schutz. Dazwischen kam zwar immer wieder Freude auf, doch die Zuversicht und Fröhlichkeit der ersten Stunden und die Lust am Feiern waren doch etwas gedämpft.

Schon bei der traditionellen offiziellen Eröffnung mit Fanfarenzug, Bürgerwehr und Jagdhornbläsern beschwor Bürgermeister Johannes Moser die aufziehenden Wolken: „Hoffentlich werden die Wettervorhersagen sich nicht erfüllen.“ Und lange Zeit sah es danach aus. „Wenn die Instrumente der Jagdhornbläser ertönen, der Fanfarenzug seine Trommeln erschallen lässt und die Bürgerwehr Ehrensalut schießt, dann wissen wir in unserer Stadt, jetzt geht es los – das Altstadtfest. Wir können es krachen und die Gass wackeln lassen“, stimmte der Bürgermeister die Gäste ein. „Vereine, Institutionen und Einrichtungen sowie die Händler der Altstadt hatten sich gut vorbereitet und boten allen Gästen einen bunten Reigen an Möglichkeiten, sich ein paar Stunden vom Alltag zu erholen und mit Freunden und guten Menschen aus der ganzen Region herzlich zu feiern“, so Moser. Die immer wieder aufziehenden dunklen Wolken konnten allerdings das fröhliche Treiben lange nicht beeinflussen. Es gab aber auch eine Vielfalt von Möglichkeiten, sich ablenken zu lassen.

Das könnte Sie auch interessieren

In der Lupfenstraße forderten Michael Mayer und die Trachtenkapelle aus Stetten schon kurz nach Beginn des Festes die Gäste zur Höchstform beim Klatschen und Mitmachen. Der Hegauer FV hatte im alten Stadtgarten zusammen mit dem Reitverein Schoren und dem Hundesportverein ein buntes Programm für Jung und Alt vorbereitet. Im Pfarrgarten, dem neuen Domizil der Stadtmusik. fand die heimelige Weinlaubenstimmung großen Anklang. Auf dem Schillerplatz hatten das Mediteranica und die Gardinen-Galerie unter einem riesengroßen Lastenfallschirm ein einladendes Ambiente erstellt.

Immer umlagert die Handwerker in der eigens für sie neu gestalteten Handwerker-Gasse in der Peterstrasse. Besonders gut gefiel es hier Irmgard Sutter aus Rielasingen. „Das ist ein ganz tolles Fest, die Werbung in der Presse hat nicht zu viel versprochen. Meine beiden Söhne freuen sich über die Handwerker und ich genieße das historische Ambiente rund um das Fest mit seiner einladenden Vielfalt.“ Großes Lob kommt auch von den Gästen aus den Partnerstädten der Stadt Engen, Pannonhalma und Moneglia im Europäischen Dorf: Elisabeth Szanati, bekannte und beliebte Dolmetscherin, übersetzt die Lobeshymnen des Großmeisters der Weinbruderschaft aus Pannonhalma: „Auch wenn es eine lange Reise mit vielen Staus war, es hat sich gelohnt nach Engen zu kommen. Die Menschen sind freundlich, das Fest fröhlich und wir können ein wenig die Partnerschaft vertiefen mit unseren Angeboten sowie beim Treffen mit alten Bekannten und neuen Freunden.“ Dem schließt sich Sandro Botto aus Moneglia an: „Das ist ein schönes Fest. Die Eröffnung hat mir ganz besonders gefallen und die vielen Kinder mit ihren Angeboten in den Gassen. Es ist eine wunderbare Atmosphäre hier, lädt einfach ein zum Mitmachen für uns Italiener.“

Mehr Bilder im Internet:
http://www.suedkurier.de/9826967