Wenn es nach dem Willen der Stadt geht, dann könnte am Hugenberg schon bald wieder gebaut werden. Zunächst geht es nicht um eine Erweiterung des Hugenberg-Neubaugebiets. Vielmehr möchte die Stadt eine Freifläche entlang des Hermann-Eris-Busse-Wegs und des Albert-Schweitzer-Wegs zu Bauplätzen für vier bis fünf Einfamilienhäuser machen.

In seiner jüngsten Sitzung stimmte der Gemeinderat einstimmig für die Aufstellung eines Bebauungsplans „Hugenberg Nord“. Da es sich hierbei um eine recht kleine Fläche von unter 10 000 Quadratmetern handle, könne ein beschleunigtes Verfahren nach Paragraf 13 b des Baugesetzbuchs stattfinden, gab Stadtbaumeister Matthias Distler zu verstehen.

Nachfrage bleibt stark

Neben der Größe müssen die Grundstücke für dieses Verfahren an bebaute Ortsteile anschließen, müssen der Entwicklung von Wohnbebauung dienen und dürfen keine Natur- und Vogelschutzgebiete beeinträchtigen. Die neue Regelung, die unter anderem keine Umweltprüfung verlangt, ist jedoch bis Ende 2019 befristet.

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Die Nachfrage nach Baugrundstücken sei weiterhin stark. „Hier handelt es sich um keine sehr große, aber sehr geeignete Fläche“, vermittelte der Stadtbaumeister seine Einschätzung dem Rat. Einige direkte Anwohner waren in die Ratssitzung gekommen und verfolgten die Ausführungen des Stadtbaumeisters aufmerksam. Auf die Frage, ab wann mit der Bebauung zu rechnen sei, gab Mattias Distler eine Zeitspanne von ein bis zwei Jahren an.

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Im nächsten Schritt werde ein Entwurf des Bebauungsplans im Technischen Ausschuss vorgestellt. Danach würden die Pläne öffentlich gemacht. Noch könne er nicht genau sagen, wie die künftige Bebauung dort aussehen werde, er vermute aber im Rahmen der umliegenden Bebauung, so Distler. Im weiteren Verfahren hätten die Anwohner die Möglichkeit, durch Anregungen mitwirken zu können, so Distler.

Die Anwohnerin Cornelia Kappes gab im Gemeinderat zu den Plänen zu verstehen, dass sie den jetzigen Grünstreifen, auf dem Kinder spielen und mehrere Bienenvölker ihr Zuhause haben, gerne erhalten hätte.