Vollzogen ist der Spatenstich für die neue Seniorenanlage in Engen am Ortseingang, unterhalb des Ortsteils Anselfingen. Hier entstehen Wohn- und Lebensraum für 84 betagte, pflegebedürftige Menschen, Gruppen-Wohngemeinschaften, Einrichtungen für Pflege und Versorgung sowie Gastronomie und Kultur. Immobilienträger und Betreiber ist das Ehepaar Claudia und Maik Zlatanovic.

"Wir haben gestern Abend einen Spaziergang entlang des Geländes gemacht, für um uns auf den Spatenstich einzustimmen", berichtet Maik Zlatanovic bei der Begrüßung der Gäste. "Bei der Betrachtung des Aushubs und den Maßen des Grundstücks sind wir sehr demütig geworden. Aber auch Freude hat uns erfüllt, dass es nun losgeht und wir uns auf eine sehr schöne Anlage freuen dürfen." Emotional bewegt ließ er die Entstehung und Realisierung seines Projektes noch einmal aufleben und erinnerte auch an Schwierigkeiten.

Was Zlatanovic an Erfahrung mitbringt

"Der Weg beginnt damit, dass mein Vater mich als jungen Mann fragte, ob ich ihm zur Seite stehen könnte, bei der Planung und Einrichtung eines privaten Pflegeheims. Wir haben uns auf die Suche nach einem geeigneten Projekt gemacht." Fündig seien beide zunächst beim alten Gebäude in Stetten geworden, das zunächst ausgebaut, saniert und erweitert und zum Seniorenheim Katharina wurde. Der nächste Schritt sei der Einstieg in eine familiäre Gruppe in der Schillerstraße in Engen gewesen. An beiden Gebäuden erfolgten nötige Sanierungen. Jetzt sei er auf der "grünen Wiese", vor den Toren von Engen angekommen. "Wir wollen im System bleiben, im Einklang mit den neuen Richtlinien der Pflegeverordnung. Diese sollen umgesetzt in ein gelungenes Werk für die Allgemeinheit einfließen, der geographischen Entwicklung gerecht werden", erklärt Maik Zlatanovic.

Was für den Bauträger im Zentrum stehen soll

Seine Vorstellungen hätten beim Bürgermeister, im Gemeinderat und beim Stadtbaumeister Matthias Distler offene Ohren gefunden und große Unterstützung erfahren. Besonders lobte er den Stadtbaumeister, "der auf Butterbrotpapier mit dickem Stift das erste Konzept entstehen ließ". Auch die Sparkasse sei ihm bei der Vorstellung der Pläne entgegen gekommen. Fest versprach Mike Slatanovic, dass nicht die Rendite im Vordergrund stehe, sondern die Bedürfnisse der Bewohner. "Meine Frau und ich haben in den Jahren, in denen wir Senioren betreuen, erleben dürfen, wie dankbar Angestellte und Bewohner unserer Heime auf Zuneigung und liebevolle Betreuung reagieren. Die Philosophie, dass der Mensch im Mittelpunkt steht, nehmen wir auch in das neue Domizil mit."

Wie lang die Bauzeit dauern soll

Erfreut zeigte sich Bürgermeister Johannes Moser über die Einrichtung, "die hier nicht nur unseren südlichen Ortseingang aufwerten wird. Ich freue mich auch über das wichtige Angebot, das Sie unseren älteren Mitbürger mit der Investition in diese Seniorenanlage machen. Der Platz ist wie für ihr Werk geschaffen, stadtnah und zentral." Für das "große Vertrauen" bedankte sich Architekt Michael Graf. "Wir haben das Projekt neu geplant und werden alle Kraft anwenden, es in den nächsten 18 Monaten entstehen zu lassen."

 

Zum Projekt

  • Zur Anlage: Auf 5800 Quadratmetern entsteht am Ortseingang von Engen eine Seniorenanlage mit einem integrativen, gemeinschaftlichen Wohn- und Lebensumfeld für die ältere Generation. Es beinhaltet Wohnbetreuung, Serviceangebote, Pflege und Versorgung sowie Kultur.
  • Wohnen: Entstehen werden 84 Pflegeplätze in sechs Wohngruppen. Die stationären Pflegeeinrichtungen werden ergänzt durch 14 seniorengerechte und barrierefreie Wohnungen auf einer Ebene. Vorgesehen sind Räume für eine Arzt- oder Therapeutenpraxis sowie ein Friseursalon und ein Einkaufsladen.
  • Zum Konzept: Gastronomie und Kultur sind Bestandteile des Konzepts. Neben den Kernaufgaben der Betreuung soll auch ein generationsübergreifender Begegnungsaustausch mit kulturellen und gesellschaftlichen Themen erfolgen. Die Anlage soll der Öffentlichkeit zugänglich sein, zum Beispiel in der Caféteria. 90 Arbeitsplätze werden in verschiedenen Bereichen entstehen. Die Investitionen liegen im Bereich eines zweistelligen Millionenbetrages. Als Bauzeit sind 18 Monate vorgesehen.