"Zehn Jahre Neubau städtischer Bauhof", aus diesem Anlass lud die Stadt Engen zu einer kleinen Jubiläumsfeier ein. Neben den Bauhofmitarbeitern, den Verwaltungsangestellten und dem Gemeinderat waren auch die Vertreter der damals am Bau beteiligten Firmen eingeladen. Der im Juni 2008 in Betrieb genommene Neubau kostete insgesamt 1,45 Millionen Euro.

Warum der Bauhof umziehen musste

Bürgermeister Johannes Moser ging nach seinen Willkommensgrüßen auf die Geschichte des städtischen Bauhofs ein. Demnach spielte dabei die Engener Einzelhandelsentwicklung eine wichtige Rolle. Man wollte im Herbst des Jahres 2004 die Lebensmittelmärkte nicht in einem Gewerbegebiet ansiedeln, sondern ihnen möglichst nahe der Ortsmitte Standorte zur Verfügung stellen. Dazu bot sich das Areal des alten Bauhofs an der Hegaustraße an. Für den neuen Bauhof konnte unkompliziert ein 3500 Quadratmeter großes Grundstück auf dem Schädlerareal neben der Bahnlinie in Richtung Talmühle erworben werden.

Auch der Forstbetrieb Engen zieht ein

Im Juli 2007 wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Fast genau ein Jahr später war der neue Bauhof bezugsfertig. Das freute auch die Mitarbeiter des Engener Forstbetriebs, die hier ebenfalls einziehen konnten.

Mit einem Blick auf die Fahrzeuge wollte Johannes Moser noch auf die Änderungen bei der Maut auf den Bundesstraßen hinweisen. An mehreren Beispielen machte er dabei klar, dass für unterschiedliche Fuhren Gebühren anfallen. Für den Bauhof sei das ein zusätzlicher bürokratischer Aufwand. "Das ist für mich der ganz normale Wahnsinn", so Mosers Unverständnis. Dazu werde er auch noch den Bundestagsabgeordneten anschreiben.

Das Gebäude soll 50 Jahre alt werden

Architekt und Stadtbaumeister Matthias Distler ging ebenfalls kurz auf die Baugeschichte ein. Danach befasste er sich mit den Besonderheiten des Gebäudes, das auch als Schallschutz gegenüber der Eisenbahn diene. Da die 16 Mitarbeiter des städtischen Bauhofs in der Regel unterwegs seien, habe man an den Personalräumen etwas sparen können. Die heimischen Baustoffe Beton und Holz verliehen dem Gebäude einen gewissen Charme, sagte Distler. Er konnte auch glaubhaft versichern, dass das Bauwerk, das für 50 Jahre ausgelegt worden sei, dieses Alter erreichen werde. "Die Jüngeren unter Ihnen werden es noch erleben", so die launigen Worte des Stadtbaumeisters.

"Als Dritter im Bunde, so steht es geschrieben, bin ich nun noch übrig geblieben", so begann Bauhofleiter Klaus-Dieter Speck seine in gesamter Länge in Versen gehaltene Ansprache. Sein Fazit: Nach zehn Jahren könne man sagen, dass in den meisten Belangen das in der Planung erdachte Konzept aufgegangen ist.