Engen Engener Schüler drehen Kurzfilm

Im Streifen „Mutprobe“ von Jugendlichen aus Engener Schulen geht es um die Themen Misstrauen und Mobbing. Die Jugendpflegerin bedauert, dass nicht auch Gymnasiasten und Realschüler für das Projekt zu gewinnen gewesen seien.

Um Freundschaft und Vertrauen dreht sich der Kurzfilm „Mutprobe“, den 15 Schüler unter anderem der Werkrealschule und der Förderschule Engen gedreht haben. Nun war Filmpremiere: Stolz präsentierten die Schauspieler Mitschülern, Eltern und Lehrern ihr Werk. Der Plot: Seit einem Diebstahl leidet der Klassenzusammenhalt der Klasse 8c. „Jeder verdächtigt jeden, irgendwann war das Vertrauen weg“, formuliert es eine Schülerin. Gruppenbildung und Mobbing lassen das Klassenklima leiden. Bis einer der Wortführer eine fatale Idee hat: eine Mutprobe an den Eisenbahngleisen. „Ursprünglich war das Projekt ganz anders geplant“, erzählt Schulsozialarbeiterin Katrin Unger. Ein Theaterstück zum Thema Drogenmissbrauch beziehungsweise Suchtprobleme sollte mit den Schülern der Klassen 7 bis 9 einstudiert werden. „Das Theater hat sich als nicht umsetzbar herausgestellt. Die Konzentration war einfach nicht da“, erläutert Unger. Zudem hätten sich die jungen Schauspieler nicht von der Drogenproblematik angesprochen gefühlt. Stattdessen konnten Unger und Theaterpädagogin Tanja Jäckel in den Gesprächen ein Interesse an den Themen Freundschaft, Konflikt und Mobbing heraushören. Auf dieser Basis entstand das Drehbuch.

Gedreht wurde der Film im Juni mit der Kamerafrau Maike Naumann, geprobt wurde über ein gutes halbes Jahr. Einfach war die Arbeit nicht, da die Besetzung teilweise geändert wurde und die Jugendlichen immer wieder zu Konzentration angeleitet werden mussten. Dennoch ist Unger überzeugt, dass die Jugendlichen viel mitnehmen: „Durch das Projekt und die Proben konnten die Schüler zum einen eine Kunstform erleben, die sie selbst aus ihrem Umfeld nicht kennen. Zum anderen geht es bei Theaterproben und Filmszenen viel um Konzentration und Selbstkontrolle“, so Unger. Elf Minuten dauert der Kurzfilm, der neben Schauspielszenen auch Tanzeinlagen enthält, die mit dem Choreografen Marvin Paulo-Muhongo einstudiert wurden. Viel Lokalkolorit rund um die Schule sorgt für Wiedererkennungseffekte. Die Jugendpflegerin bedauert, dass für dieses Projekt im Gegensatz zu früheren keine Realschüler und Gymnasiasten gewonnen werden konnten. Mit einer heterogeneren Schülergruppe sei die Arbeit einfacher. Die Bürgerstiftung und die Stadt Engen sponserten den Film.

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