Angestoßen durch das sogenannte Bahn-Gipfele, welches in Singen stattfand, organisierte die CDU Engen einen Ortstermin auf dem Engener Bahnhof. Damit sollte dem langgehegten Wunsch einer Verlängerung der Seehas-Verbindung bis nach Immendingen Nachdruck verliehen werden. Alle Redner waren sich dabei einig, dass der Zeitpunkt aufgrund der guten Finanzlage noch nie so günstig war.

Der Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes Engen, Gemeinderat Bernhard Maier, machte als erster darauf aufmerksam, dass der Seehas in seiner jetzigen Verbindung zwischen Engen und Konstanz sehr gut angenommen werde. Maier ist davon überzeugt, dass das auch in Richtung Immendingen/ Tuttlingen gelingen könne, denn es gäbe große Pendlerströme in beide Richtungen.

Brief von MdB Andreas Jung an den Landesverkehrsminister

Helmut Kennerknecht, ehemaliger Bürgermeister von Allensbach und immer noch Kreisrat und dortiger Verkehrsexperte, bedankte sich bei der Engener CDU für die Wiederbelebung dieses Themas. „Die Zeit für eine Realisierung dieser Verlängerung ist noch nie so günstig gewesen“, so die Einschätzung von Kennerknecht. Der Konstanzer Bundestagsabgeordnete Andreas Jung (CDU) sowie Landesjustizminister Guido Wolf (CDU) in seiner Eigenschaft als Tuttlinger Landtagsabgeordneter hätten diesen Wunsch schon in einem Brief an Landesverkehrsminister Winfried Hermann herangetragen.

Verkehrsexperte Kennerknecht konnte der Runde dann auch noch einen Fahrplanentwurf für die Streckenerweiterung präsentieren. Hier sieht er offenbar kaum Probleme. „Es lohnt sich darüber nachzudenken, denn wenn man will, kann man hier ein sehr gutes Konzept entwickeln, um den Landkreis auch im Norden anzubinden“, so Helmut Kennerknecht. Er machte auch noch auf die möglichen Vorteile von Tarifverbünden aufmerksam.

Viele Pendler als mögliche Kunden

Christian Abert, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Immendingen, sprach von „genügend guten Gründen“ und einer großen Chance für Immendingen. Schon jetzt gäbe es viele Pendler in beide Richtungen. Nach Fertigstellung des Daimler-Zentrums auf dem ehemaligen Immendinger Bundeswehr-Militärgelände dürfte seiner Einschätzung nach die Zahl der Einpendler aus dem Landkreis Konstanz noch zunehmen.

„Danke an die CDU Engen“: Mit diesen Worten würdigte der Engener Bürgermeister Johannes Moser die Wiederbelebung des seit Jahren bestehenden Wunsches auf eine Seehas-Verlängerung bis Immendingen. „Die Situation ist momentan besser als niemals zuvor“, so Mosers Einschätzung. Diese Meinung vertrat auch der Fraktionsvorsitzende der CDU im Engener Gemeinderat, Jürgen Waldschütz: „Viele Engener arbeiten in Tuttlingen, deshalb sollten wir die gute Chance nützen“.