Engen Engen möchte 2027 eine Gartenschau ausrichten

Im Jahr 2027 jährt sich die Sanierung der Engener Altstadt zum 50. Mal. Die Stadt sieht darin ein gutes Argument, eine Gartenschau ausrichten zu dürfen. Ein Planer stellte im Gemeinderat seine Ideen für eine Bewerbung vor.

Die Stadt Engen nimmt einen weiteren Anlauf in Richtung Gartenschau. In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte Landschaftsarchitekt Thomas Treiber von der Leonberger Firma Schmid Treiber Partner die Leitidee für eine mögliche Bewerbung Engens vor. Die Stadt bewarb sich bereits zwei Mal für ein Grünprojekt, das heute unter dem Titel Gartenschau firmiert. Sowohl 2003 als auch 2009 ging sie jedoch leer aus. Bei einer erneuten Bewerbung rechnet sich die Stadt nun bessere Chancen aus. Die Gartenschau soll 2027 in Engen stattfinden. In jenem Jahr feiert die Altstadt 50 Jahre Sanierung. Jubiläum und ein nachhaltiges Konzept soll die Jury im Ministerium für ländlichen Raum überzeugen. Ziel ist es, die Stadt mit ihren Ortsteilen für die Zukunft zu stärken.

In einer möglichen Bewerbung soll die Altstadt soziales Zentrum und Identifikationsschwerpunkt der Gartenschau sein. Im Gegensatz zu einer Landesgartenschau erfordert ihr kleineres Pendant keinen abgegrenzten Bereich mit Ausstellungsflächen und Veranstaltungsorten. Stattdessen sind dezentrale Veranstaltungen unter Einbeziehung örtlicher Gegebenheiten möglich. In seiner Präsentation ging Thomas Treiber darauf ein, die historische Altstadt über die Schaffung attraktiver Verbindungs- und Erlebniswege mit den Ortsteilen zu verbinden. In der Altstadt selbst sollen grüne Randbereiche wie der Wildbach, der Stadtgarten oder das Felsenareal in das historische Gefüge einbezogen und eine nachhaltige Verweilqualität in zentraler Lage geschaffen werden.

In den Ortsteilen soll es darum gehen, einzelne Teilbereiche wie Dorfplatz, Friedhof oder Bach aufzuwerten und ortspezifische Themen wie beispielsweise Keltenfunde, Eiszeitpark oder Naturpfade herauszuarbeiten. Neben der nachhaltigen Aufwertung öffentlicher Räume sieht die Leitidee auch die Entwicklung eines Mobilitätskonzeptes vor. Hier schweben Überlegungen wie E-Bike-Verleih, Segway-Touren, E-Shuttles und ähnliches im Raum. Rätin Erika Fritschi lobte das stimmige Konzept: "Das kann eine fantastische Sache geben." Selbst bei einer neuen Bewerbungspleite sieht Bürgermeister Moser viel Potenzial für die Stadtentwicklung: "Falls wir nicht berücksichtigt werden, haben wir wenigstens einen Masterplan für die kommenden Jahre."

Der Gemeinderat befürwortete die vorgestellte Leitidee unter dem Titel "Altstadt Engen – Grüner Stern im Hegau" und beauftragte das Architektenbüro mit der Ausarbeitung einer Machbarkeitsstudie, die Grundlage der Bewerbung ist. Diese soll bereits am 19. Dezember in der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres vorgestellt werden. Dann soll ein endgültiger Beschluss über eine Bewerbung für eine Gartenschau gefällt werden. Die Bewerbung muss dem Ministerium bis spätestens 22. Dezember vorliegen.

 

Das Prozedere

Im Koalitionsvertrag der Landesregierung ist verankert, dass die Landesgartenschauen und Gartenschauen nach 2025 für weitere zehn Jahre vergeben werden sollen. Nun hat der Ministerrat am 18. Juli 2017 beschlossen, das Landesprogramm “Natur in Stadt und Land” auch nach 2025 weiterzuführen und das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz beauftragt, ein Auswahlverfahren für die Jahre 2026 bis 2030 durchzuführen.

Die kommenden Gartenschauen werden 2018 in Lahr, 2019 in Remstal, 2020 in Überlingen, 2021 in Eppingen, 2022 in Neuenburg, 2023 in Balingen, 2024 in Wangen und 2025 in Freudenstadt und Baiersbronn veranstaltet. (sk)

 

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