Auf die Frage, was für sie am Wichtigsten ist, antworteten 77 Prozent der Befragten einer Studie der Allensbacher Meinungsforscher: Die Familie. Diese Zahl, so Hans-Georg Kraus, ehemaliger Bürgermeister von Ravensburg und ehrenamtlicher Botschafter des Netzwerks Familie Baden-Württemberg, verdeutliche den enorm hohen Stellenwert der Familie in der Gesellschaft. Die Stadt Engen habe schon immer eine sehr engagierte Familienpolitik betrieben und entwickle diese kontinuierlich weiter. In der aktuellen Gemeinderatssitzung verlieh Botschafter Kraus der Stadt Engen das Prädikat „Familienbewusste Kommune Plus“.

Zertifikat setzt viel Vorarbeit voraus

Bereits im Herbst 2015 wurde Engen zum ersten Mal als familienfreundliche Kommune für die Dauer von vier Jahren ausgezeichnet. Im vergangenen Jahr entschied der Gemeinderat, die auslaufende Zertifizierung ein zweites Mal zu beantragen. Das bedeutet für die Verwaltung zunächst einmal jede Menge Arbeit. Denn um zertifiziert werden zu können, müssen jede Menge Unterlagen eingereicht werden und darauf folgt ein ausführliches Interview des Netzwerks Familie Baden-Württemberg vor Ort.

Aufwand hilft bei der Selbsteinschätzung

Und was bringt ein solches Zertifikat? Diese Frage stellte auch Hans-Georg Kraus in seiner Ansprache. Neben dem großen Aufwand, so Kraus, helfe die Arbeit für die Zertifizierung dabei, die eigene Position als Kommune zu überprüfen. Außerdem würden Erfahrungen anderer Gemeinden mit aufgenommen. „Die Familienpolitik ist eine zentrale Aufgabe der Kommune„, betonte Kraus. Seit der ersten Zertifizierung habe sich die Stadt Engen kontinuierlich weiterentwickelt, insbesondere im Bereich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das spiegle sich insbesondere im Ausbau der Kinderbetreuung wieder, so Kraus.

Bürgermeister Moser gab zu verstehen, dass Engen bei der erneuten Beantragung deutlich mehr Punkte erreicht habe als andere gleich große Kommunen. „Ich bin sehr stolz darauf, dass wir die Zertifizierung wieder erreicht haben“, so Moser zum Abschluss der Verleihung. Die Stadt darf das Prädikat nun wiederum vier Jahre lang tragen.