In seiner letzten öffentlichen Sitzung in diesem Kalenderjahr hat der Aacher Gemeinderat eine neue Abwassersatzung mit Neukalkulation und Neufestsetzung der Gebühren ab dem neuen Jahr 2020 beschlossen. Die Einwohner können sich freuen, denn sowohl die Abwasser- als auch die Niederschlagswassergebühren werden dadurch gesenkt.

Die zurzeit noch gültige Abwassersatzung stammt aus dem Jahr 1992. In diesem relativ langen Zeitraum hätten sich einige Veränderungen in den gesetzlichen Bestimmungen und in Folge von Gerichtsurteilen ergeben. „Deshalb wird die Abwassersatzung der heute gültigen Mustersatzung angepasst“, so die Begründung von Bürgermeister Manfred Ossola. Einige Passagen aus der bisherigen Satzung, die speziell die Aacher Verhältnisse betreffen, wurden ergänzend in die neue Mustersatzung aufgenommen.

Die Kalkulation zur Neufestsetzung der Abwasser- und Niederschlagswassergebühren wurde im Lauf der Sitzung von Rechnungsamtsleiter Daniel Enderle erläutert und begründet. Demnach kann die Abwassergebühr im kommenden Jahr von bisher 2,25 Euro je Kubikmeter auf 2,10 Euro je Kubikmeter gesenkt werden. Die Niederschlagswassergebühr – das ist die Gebühr, die für den versiegelten Teil einer Grundstücksfläche anfällt – wird ebenfalls von 0,43 Euro je Kubikmeter auf 0,35 Euro je Kubikmeter gesenkt. Diese Gebührensenkungen begründete Kämmerer Daniel Enderle mit einer sogenannten Überdeckung aus den Vorjahren.

Solche Mehreinahmen, die sich manchmal zum Beispiel aus Berechnungen zu anstehenden Investitionen beim Abwassernetz ergeben können, müssen innerhalb von fünf Jahren über die Gebühren wieder ausgeglichen werden. Der Gesetzgeber schreibt fest, dass eine Kommune sowohl beim Abwasser als auch beim Frischwasser keinerlei Überschüsse erwirtschaftet. Ohne größere Diskussionen stimmte der Aacher Gemeinderat der neuen Abwassersatzung und der Neufestsetzung der Gebühren zu.