Es war eine erfreuliche Nachricht, die Präsident Sigmar Hägele zur Häs- Prämierung im Rahmen des traditionellen Zunftabends der Narrenzunft Engen verkünden konnte. Obwohl das Motto der diesjährigen Fasnacht "Mythen und Legenden" im Laufe des Programms auch zur närrischen Diskussion anregte, stellten sich zwölf Maskengruppen der Jury und wurden mit Anerkennungen prämiert. "Aus anfangs zwei oder drei teilnehmenden maskierten Gruppen hat sich das Feld der zur Häs-Prämierung antretenden Narrengruppen heute zu einem neuen Rekord mit zwölf Gruppen entwickelt." Darüber hinaus bot der familiäre Zunftabend auch in diesem Jahr seinem treuen Publikum ein buntes und unterhaltsames Programm mit ein wenig Lokalkolorit, Tänzen, lustigen Sketchen und unterhaltsamem Kokolores.

Eine lange, aber abwechslungsreiche Prämierung

"Seit wir die Maskenprämierung am Zunftabend eingeführt haben, sind wir für diesen Entschluss mehr und mehr belohnt worden", sagte ein stolzer Präsident Sigmar Hägele. Entsprechend wurde die Prämierung auch zu einem etwas lang gezogenen Prozedere. Doch die innovativen Gruppen hatten dies verdient, reichte ihre kreative Auswahl an Legenden und Mythen doch von Spiderman über Ritter und Marsbesucher bis zu lokalen Legenden, wie der Liesel aus der Narrenzunft, über Persönlichkeiten aus der Zeitgeschichte bis zum Höhepunkt, der Wiederentstehung der legendären Felsen-Bierbrauerei in Engen. Als besondere Überraschung übernahm auch Elmar Caldart, selbst schon ein wenig lebende Legende, die Moderation des Abends – als Hugo, ein bruttelnder Opa mit Honig und Schalk im Hinterkopf.

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Narrensamen gestalten und unterhalten mit

Eine weitere zukunftssichernde Erkenntnis gab der närrische Abend auch: Neben zahlreichen fasnachtsbegeisterten und erfahrenen närrischen Künstlern, übernimmt immer mehr der Narrensamen die Gestaltung des Abends und die Unterhaltung des Publikums. Das beginnt mit dem historischen Hansele-Tanz der Kleinsten und setzt sich fort über die Jugendlichen mit Discomusik bis zu den schweißtreibenden Zumba-Jeannies des TV Engen.

Die "Zukunft der Narrenzunft" mit einem Discotanz.
Die "Zukunft der Narrenzunft" mit einem Discotanz. Bild: Jürgen Waschkowitz

Legenden sind beim Zunftabend schon Elemente wie die Schreibmaschine, in der Medienwelt von heute eine vergessene Replik, der grummelnde Wirt und das Männerballett der Narrenzunft. Als Narrenoberste, die sich doch tatsächlich Gedanken über die traditionelle jährliche Mottovergabe machten, nahmen Gerold Honsel und Urs Scheller manches Ungereimtes der Fasnacht auf die Schippe.

Zwei Lokalgrößen werden närrisch verabschiedet

Trauernden Abschied von den lokalen Größen Bernhard Maier und Jürgen Stille, die in den Ruhestand wechseln, besangen die Schachtelwieber mit den Worten: "Mach’s gut Bernhard, es ist vorbei, denn du bist nicht mehr bei der Polizei. Deine Uniform, auf die ich stand, hängt jetzt am Hoke an der Wand. Ich reich zum Abschied dir die Hand." Für Sparkassenchef Jürgen Stille hieß es: "Mein lieber Jürgen, die bischt nett, doch leider hascht du nur ein Wasserbett. Drum lebe und wohl und schlafe alleine sanft. Du hascht zwar Kohle auf der Bank, doch des Geschaukle macht mich krank."

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Beteiligte

Nach dem traditionellen Einmarsch mit Fanfarenzug und Gruppen der Narrenzunft zeigten die Kleinsten einen Hansele Tanz sowie Jugendliche eine Disco. Anschließend gab es eine PC-Reparatur mit Ulrika Hirt und Katrin Rimmele sowie den grummelnden Wirt Dominik Grömminger sowie die "Lebende Legende" (Narrenzunft). Weiter ging es mit dem Männerballett der Narrenzunft sowie dem Auftritt der Zumba-Jeannies des TV Engen. Abschließend traten die "Schachtelwieber" der Zunft auf, es gab "Die Sitzung der Zunft" (Stadtmusik) sowie "Die glorreichen Sieben minus vier" der Narrenzunft. Technik und Regie übernahmen Jörg Scharmentke, Felix und Peter Heuser.