Ein wenig Wehmut hing in der Luft der Neuen Stadthalle. „Eine neue Zeit hat angefangen“, sang der Schulchor der Grundschule Engen. Der Grund war die Verabschiedung von Inge Duffner aus dem Amt der Schulleitung an der Grundschule Engen. Mit ihr geht auch eine Ära zu Ende. Denn mit Inge Duffner gibt eine sehr engagierte, aktive und kreative pädagogische Kämpferin für das Wohl der ihr anvertrauten Kinder das Steuer aus der Hand.

Mit einer familiären Feier, die Schüler und Kollegen, befreundete Schulleiter, Eltern und Kooperationspartner mit Musik und Vorführungen füllten, endete das Wirken der überaus beliebten Schulleiterin in Engen.

Was Inge Duffner vermissen wird

Der Unruhestand sei schon vorprogrammiert, ist sich Inge Duffner sicher. „Es warten mein Mann, meine Kinder und die Enkel, dass ich jetzt mehr Zeit für sie alle, wenn möglich gleichzeitig, habe.“ Das sei die eine Seite. Tatsache sei jedenfalls aber auch: „Ich scheide mit einem weinenden Auge aus meinem Traumberuf aus. Mir werden die fröhlichen Kinder beim täglichen Gang zur Tür der Schule, das aufmunternde Guten Morgen des Kollegiums und der Einsatz für meine Vorhaben des Tages irgendwie fehlen. Daran, dass das nicht mehr vorhanden ist, muss ich mich erst gewöhnen.“

Aber befragt, was sie als erstes zu tun vorhabe, wenn einmal alles Wichtige erledigt sei, erklärte sie schmunzelnd: „Dann nehme ich mir einen Schaukelstuhl, verhalte mich darauf lange Zeit ganz ruhig und beginne später genussvoll zu schaukeln.“

17 Jahre arbeitete sie an der Grundschule Engen

Ernst wurde es für Inge Duffner dann mit der offiziellen Verabschiedung. Schulamtsdirekter Stephan Wohlgemuth hob die besonderen Leistungen der Schulleiterin in 40 Jahren Dienstzeit hervor, davon 17 Jahre an der Grundschule Engen: 11 Jahre davon als Schulleiterin, davor als Konrektorin und Klassenlehrerin. „Darauf können Sie besonders stolz sein“, lobte er. „Man könne ohne Übertreibung davon sprechen, dass mit ihrem Ausscheiden eine Ära an der Schule zu Ende geht.“

Schulleiterin Inge Duffner kann auch lachen bei ihrer Verabschiedung in den Ruhestand: Stephan Wohlgemuth vom Schulamt (links) überbrachte nicht nur die Entlassurkunde, sondern stellte auch ihren Nachfolger Holger Laufer vor. Jürgen nWaschkowitz
Schulleiterin Inge Duffner kann auch lachen bei ihrer Verabschiedung in den Ruhestand: Stephan Wohlgemuth vom Schulamt (links) überbrachte nicht nur die Entlassurkunde, sondern stellte auch ihren Nachfolger Holger Laufer vor. Jürgen nWaschkowitz

Eine Schulleiterin habe in der heutigen Zeit eine Fülle von Aufgaben, die von der pädagogischen Kraft, als Lenkerin der Schullaufbahn ihrer anvertrauten Schüler, bis zur Managerin und Repräsentantin eines meist recht großen Betriebes reiche. Diese Aufgaben zu bewältigen brauche es nicht nur viel Kraft, sondern auch viel Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen, auch Herz und Verstand. „Alle diese nötigen und sie auszeichnenden Voraussetzungen haben Sie täglich eingebracht, zum Entzünden des Feuers in den Schülern, aber auch zur Motivation ihrer Kolleginnen und Kollegen und zur Gestaltung der Schule.“

Die Elternbeiratsvorsitzende spricht ein Lob aus

„Es waren Ihre Ideen und Innovationen sowie beherzt vorgetragenen Wünsche, die Sie bei der vorbildlichen Zusammenarbeit mit dem Schulträger ausgezeichnet haben“, lobte Bürgermeister Johannes Moser.

In dieses Lob stimmte auch die Elternbeiratsvorsitzende Claudia Glawan-Storch ein. „Danke für die Bereitschaft, immer für unsere Kinder und unsere Wünsche ein offenes Ohr zu haben.“ Herzlich verabschiedeten sich auch die Schulleiter der Engener Schulen, die Inge Duffner als geschäftsführende Rektorin betreut hatte.