Sachschaden in Höhe von rund 250 000 Euro bilanziert die Polizei nach einem Großbrand in der Nacht auf Mittwoch im Engener Stadtteil Bargen. In dem abgebrannten Gebäude befanden sich unter anderem zwei aufwendig restaurierte Oldtimer-Traktoren, welche durch das Feuer völlig zerstört wurden.

Am Dienstag kurz nach 21.30 Uhr ist in der Bargener Straße aus laut Polizei bislang ungeklärter Ursache ein Ökonomieanbau in Brand geraten. Erste Befürchtungen, dass ein Wohnhaus in Flammen stünde, bewahrheiteten sich zum Glück nicht. Der verheerende Dachstuhlbrand habe sich auf das Ökonomiegebäude des Bargener Anwesens beschränkt. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand ein Teil des Gebäudes bereits im Vollbrand, berichtet Benjamin Bach von der Engener Feuerwehr.

Das Feuer wurde über die Drehleiter bekämpft. Parallel dazu wurden Atemschutztrupps ins Gebäude geschickt, um ein Ausbreiten des Feuers im Wohnhaus zu verhindern. "Nach etwa vier Stunden war das Feuer unter Kontrolle und es wurde mit den Nachlöscharbeiten begonnen", so Abteilungskommandant Bach. Bis in den frühen Morgen war die Wehr im Einsatz mit 50 Einsatzkräfte vor Ort. So konnte laut Polizei verhindert werden, dass das Feuer größeren Schaden am direkt an das Ökonomiegebäude angrenzenden Einfamilienhaus anrichtete.

Wie die Polizei mitteilt, wurde der Hausbesitzer durch den Brand leicht verletzt. Er konnte jedoch vor Ort durch das Rote Kreuz ambulant behandelt werden. Sieben umliegende Gebäude mussten durch den Brand vorübergehend vom Stromnetz genommen werden. Es war ein gehöriger Schock am Abend für ganz Bargen, aber besonders für den Eigentümer und die unmittelbaren Nachbarn, als spätabends das Ökonomiegebäude in der Bargener Straße lichterloh brannte.

Eigentümer Harald Dieter traf es beim Fernsehen: „Wir hatten es uns gerade etwas gemütlich gemacht und wollten bei der Olympiaübertragung entspannen, als uns plötzlich der Fernseher ausfiel", berichtet er am Tag danach. Zwar hätte er einen leichten Rauchgeruch bemerkt, sich aber zunächst keine Gedanken gemacht. Erst als der Geruch beim Hinuntersteigen stärker wurde, kam ihm ein Verdacht und als er das Tor des Ökonomiegebäudes öffnete, schlugen ihm Flammen entgegen. "Dabei habe ich mich verletzt", beschreibt Dieter, wie er gelähmt und ungläubig vor dem Feuer stand – kaum fähig etwas zu unternehmen.

"Zum Glück hatte da schon jemand die Feuerwehr benachrichtigt, die bald eintraf. Der Ökonomieteil, die Scheune, brannte zu der Zeit schon lichterloh“, so der Eigentümer gegenüber dem SÜDKURIER. Schlimm sei die Erfahrung, überhaupt nichts machen zu können.

Geschockt war auch das Nachbar-Ehepaar Elisabeth und Herbert Bohnenstengel, als sie den Rauch und die Ausmaße des Brandes erkannten. „Da kam alles noch einmal hoch. Fast genau vor 30 Jahren ist es uns genauso ergangen, wir mussten hilflos zusehen, wie ein Teil unseres Hauses total abbrannte.“ Nachbar Hans Weckerle ist froh, dass in der Unglücksnacht kein Ostwind herrschte: "Sonst wären wir sicher auch betroffen gewesen.“

 

Die Einsatzkräfte

Während des Einsatzes waren insgesamt zehn Atemschutztrupps im Gebäude mit der Brandbekämpfung beschäftigt. In Bargen war die Wehr von kurz vor zehn Uhr abends bis gegen sieben Uhr früh mit mehreren Löschfahrzeugen und der Drehleiter im Einsatz. Die Abteilung Anselfingen war mit neun Mann vor Ort, die Abteilung Engen mit 41 Mann.