„Wer sich die Hände gibt und zusammenhält, baut Brücken“, war das Motto der Geburtstagfeier des Kinderhauses Glockenziel in Engen. Feierlich und familiär war das bunte Programm des Nachmittags, Fröhlichkeit, Rückblicke, Vorstellung der Philosophie und Freudentränen die tragenden Elemente. Musische Erziehung und Musik haben einen hohen Stellenwert im Kinderhaus. Das stellten die Vorführungen des Kinderchors und die Begleitung des Musikvereins Watterdingen-Weil unter der Leitung der Dirigentin und Erzieherin Simone Meßmer eindrucksvoll unter Beweis.

„Unser Kinderhaus wird 20 Jahre und das wollen wir feiern“, lud Leiterin Doris Jäckle-Braunwald die zahlreichen Gäste zum Mitmachen ein. 20 Jahre Entwicklung und gemeinsames Tun bedeute viel Lachen, aber auch manche Träne, 1000 kleine und große Sternstunden, tägliches Begegnen und miteinander Auskommen, erinnerte die Leiterin. „Brückenbauen beschreibt aber am besten unseren Alltag“, beschrieb die Leiterin das tägliche Engagement ihres Teams.

Nähe und Vertrauen aufbauen

Es gebe viele Dinge, die allein nicht zu bewältigen seien, sondern nur mit Kommunikation und Kooperation. Sie rief dazu auf, sich gegenseitig an die Hand zu nehmen und gemeinsam mit Institutionen und Einrichtungen Brücken zu bauen. Sich gegenseitig die Hände zu reichen, bedeute „Nähe und Vertrauen aufzubauen und zu pflegen.“

Nicht zuletzt sei das höchste Ziel das Miteinander mit den Eltern. „Wir stellen hohe Anforderungen an Sie und an uns, bedanken uns für ihre Mitarbeit und Unterstützung sowie das große Vertrauen, uns das Wichtigste ihres Lebens, ihre Kinder, anzuvertrauen.“

Kinderfreundliche Kommune

„Wir messen dem Kinderhaus Glockenziel und seiner Konzeption einen sehr hohen Stellenwert bei“, betonte Bürgermeister Johannes Moser in seinem Rückblick auf die Entstehung des Kinderhauses. „Das Kinderhaus, schon der neue Name beinhaltet es, ist eines der Paradebeispiele für unsere als kinderfreundliche Kommune ausgezeichnete Stadt.“ Das Konzept der Einrichtungen in Engen biete eine vorbildliche Betreuung des Nachwuchses von der Wiege bis zur handwerklichen Ausbildung in den heimischen Betrieben, zeigte der Bürgermeister auf. Mit Hinweis auf den benötigten Handwerkerbedarf überreichte der Bürgermeister als Geschenk eine große Anzahl von Sandschaufeln für die Kinder.

Kinderhaus mit über 100 Kindern

Von der Erkennung des Bedarfs an einer weiteren Kinderbetreuungseinrichtung in Engen im Jahr 1996 über die Ausschreibung eines Architektenwettbewerbes und den Spatenstich bis zur Eröffnung des Kindergartens im Jahr 1999 sei es ein sehr intensives Verfahren gewesen, erinnerte der Bürgermeister. Ebenso von der Eröffnung des Kindergartens mit 57 Kindern in zwei Gruppen bis zum heutigen Stand als Kinderhaus mit erweiterter Betreuung und über 100 Kindern: im Kinderhort, dem Kindergarten und der Betreuung für Grundschulkinder. „Damit bieten wir unseren Eltern eine durchgehende Betreuung mit verlässlicher Planung für persönliche Berufswünsche“, erklärte Johannes Moser.

Dass das Konzept des Kinderhauses auf Gegenliebe bei den Eltern stößt, bewies der emotionale Glückwunsch und Dankesgruß der Elternvertreterin Ivonne Kuba eindrucksvoll.

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