Das Thema Baugesuche hat die jüngste Gemeinderatssitzung dominiert. Doch nicht nur Gemeinderäte und Verwaltung meldeten sich zu Wort, sondern auch Bürger. Bei der ersten Bürgerfrage ging es um ein Baugesuch für zwei Mehrfamilienhäuser mit je acht Wohneinheiten.

Dabei beklagte ein Nachbar die Dimensionen, die Ausrichtung und die Verkehrsanbindung. Er bezweifelte, dass Rettungskräfte eine ausreichende Zufahrt hätten. Bürgermeister Alois Fritschi war zwiegespalten. „Eigeltingen braucht bezahlbaren Wohnraum“, betonte er.

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Doch ebenso wie Gemeinderäte und Bürger hielt er die Dimension für unangemessen. „Wir haben nur das Städteplanerische zu beurteilen“, sagte er. Ortsvorsteher Werner Hirt meinte, man müsse sehr wohl auch die Rahmenbedingungen bedenken. Wie Erschließung und Anbindung gelingen kann, liege aber hauptsächlich beim Baurechtsamt.

Der Bauherr erklärte: „Wir wollen bezahlbaren Wohnraum schaffen. Wenn wir beispielsweise eine Tiefgarage bauen, müssten wir die Mieten erhöhen.“ Ein Pultdach werde bevorzugt, damit man es optimal mit einer Solaranlage nutzen könne. Trotzdem bat der Gemeinderat, Fläche und Geschosszahl nochmals zu überplanen und die Dimensionen zu verkleinern, damit sie besser zur vorhandenen Bebauung passen.

Wohnraum für Familienmitglieder

Die zweite Bürgerfrage betraf die innerörtliche Verdichtung. So seien die Grundstücke im Gebiet „Untere Blatt I“ relativ groß. Wenn hier an Baufenstern und erlaubter überbauter Fläche etwas verändert würde, könne Wohnraum geschaffen werden.

Es gebe mehrere Familien, die gerne um eine Generation erweitern würden. Konkret gebe es Familien, die ihren erwachsenen Kindern gerne auf dem eigenen Grundstück durch Anbau und ähnliches Wohnraum schaffen würden. Der Bürgermeister verwies auf die Klausurtagung im Herbst, bei der man gern auch dieses Thema erörtern könne. Generell stehe er gesunder Nachverdichtung positiv gegenüber. Die Überarbeitung von Bebauungsplänen sei denkbar.