Die Villa Rustica zwischen Eigeltingen und Homberg ist immer geöffnet. Die Freiluftanlage kann man gut alleine besuchen, denn es gibt Schilder, die über die Geschichte des ehemaligen römischen Gutshofes informieren. Auch die Ausgrabungsarbeiten sind dokumentiert.

Lange keine Ausflüge oder Führungen

Die Mitglieder des Fördervereins Römischer Gutshof Eigeltingen bedauern, dass sie wegen der Corona-Pandemie lange keine Ausflüge machen konnten und es auch keine Führungen gab. Trotzdem seien immer wieder Menschen auf der Anlage. „Schön ist es, wenn die Besucher ihren Müll aufräumen und mit nach Hause nehmen“, sagt der Vorsitzende Ewald Halder. Denn wenn jeder achtsam sei, bliebe die Anlage lange erhalten.

Die Mauern des Nebengebäudes wurden teilweise wieder aufgebaut. So werden die darunter liegenden Originalfundamente geschützt.
Die Mauern des Nebengebäudes wurden teilweise wieder aufgebaut. So werden die darunter liegenden Originalfundamente geschützt. | Bild: Susanne Schön

Trotzdem hält die Pflege der Anlage den Verein auch während der Pandemie auf Trab. Vor allem gilt es, Grünflächen und Gehölze zu pflegen. Dafür wurde ein Aufsitzmäher mit Anhänger angeschafft. Die Einnahmen des Fördervereins beschränken sich auf die Beiträge der 61 Mitglieder und auf Spenden. Einnahmen durch Führungen entfielen im vergangenen Jahr. Doch das soll sich wieder ändern. „Wir freuen uns, wenn uns Anfragen für Führungen erreichen“, betonte der Vorsitzende. Kontaktdaten finden sich im Internet unter eigeltingia.de.

Auf dem Gelände wurde auch ein Weihestein gefunden. Hier zu sehen ist eine Replik, das Original steht in Karlsruhe.
Auf dem Gelände wurde auch ein Weihestein gefunden. Hier zu sehen ist eine Replik, das Original steht in Karlsruhe. | Bild: Susanne Schön

Der Vereinsvorstand plant auch schon vorsichtig in Richtung Öffnung. So soll es zwei Führungen am Tag des offenen Denkmals, am Sonntag, 12. September geben. Diese waren in der Vergangenheit stets beliebt.

Führung mit dem Kreisarchäologen

Auch der Hegau-Geschichtsverein plane wieder eine Führung mit dem Kreisarchäologen Jürgen Hald. Dieser habe sich gerne an die römische Weinprobe erinnert, die im Jahr 2015 auf dem Gutshof stattfand, berichtete Ewald Halder. Da sich die Mitglieder auch selbst gerne daran erinnerten, beschloss der Verein, die Planung für eine weitere Weinprobe in Angriff zu nehmen.

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Außerdem beschloss der Förderverein, eine gemeinsame Reise nach Rom zu planen. Doch zunächst soll ein neues Faltblatt entwickelt werden, auf dem der Verein und die Villa Rustica vorgestellt werden.