Jetzt hat es geklappt: Die Feuerwehrabteilungen Honstetten und Reute erhalten die geplanten neuen Feuerwehrfahrzeuge. Eigentlich lief bereits im Dezember eine Ausschreibung, aber damals waren keine Angebote eingegangen.

Eigeltingens Feuerwehrkommandant Ralf Martin blickte in der Gemeinderatssitzung, die dieses Mal in der Schulmensa stattgefunden hat, zurück und machte drei Gründe aus. Erstens würden viele Feuerwehren neue Fahrzeuge brauchen. Zum Zweiten seien die Hersteller ausgelastet und hätten die kurze Lieferfrist nicht einhalten können, die die Gemeinde vorgegeben hatte. Und zum Dritten habe man nur ein MAN-Fahrgestell ausgeschrieben.

Fast das Wunschfahrzeug

Martin erläuterte: „Es gibt zwei Fahrgestelle. Das eine basiert auf einem Lastwagen-Gestell und das andere, Sprinter-basiert, muss aufgelastet werden. Hier wird die Kabine für die Mannschaft zusätzlich angebracht.“ Die Feuerwehrmänner freuten sich, dass das günstigste Angebot das mit einem MAN-Gestell sei. „Ein Lastwagen hebt länger“, fasste es Reinhard Schwanz, Reutes alter Abteilungskommandant zusammen. Das günstigste Angebot sei fast das Wunschfahrzeug der Feuerwehr.

Der Kommandant der Eigeltinger Feuerwehr, Ralf Martin erläutert mit der stellvertretenden Kämmerin Karin Lütte, Bürgermeister Alois Fritschi, stellvertretendem Hauptamtsleiter Thomas Kech und Hauptamtsleiter Walter Braun (von links) die Vergabe der Feuerwehrfahrzeuge.
Der Kommandant der Eigeltinger Feuerwehr, Ralf Martin erläutert mit der stellvertretenden Kämmerin Karin Lütte, Bürgermeister Alois Fritschi, stellvertretendem Hauptamtsleiter Thomas Kech und Hauptamtsleiter Walter Braun (von links) die Vergabe der Feuerwehrfahrzeuge. | Bild: Susanne Schön

Gemeinderat Reiner Müller mahnte die Finanzen an: „Ich bin für die Anschaffung, aber nun muss es wieder ruhiger werden bei der Feuerwehr.“ Bürgermeister Alois Fritschi betonte: „Die Gemeinde steht hinter der Feuerwehr. Wir halten gesetzliche Vorgaben ein.“ Denn die Fahrzeuge seien nicht Sonderwünsche, sondern Teil des Feuerwehrbedarfsplan, den der Gemeinderat verabschiedet hat und der damit rechtlich bindend ist. Dessen Umsetzung ist auch erforderlich, um die Schlagkraft der Feuerwehr zu erhalten.

Dank für die Unterstützung

Hauptamtsleiter Walter Braun freute sich, dass es nun bei der Ausschreibung zu zwei Angeboten gekommen war. Er blickte zurück: „Es bedurfte einiger Sitzungen, bis Verwaltung und Feuerwehr das Paket geschnürt hatten.“ Dabei dankte er ebenso wie Ralf Martin auch der Stockacher Feuerwehr – insbesondere Johannes Zehnle für die Unterstützung bei der Erstellung des Leistungsverzeichnis.

Den Zuschlag bekam die Firma Ziegler Feuerwehrgerätetechnik für 427 318 Euro. Die Lieferzeit der Fahrzeuge für die Abteilungen Honstetten und Reute beträgt 15 Monate ab Auftragseingang. Im Gemeindehaushalt des vergangenen Jahres waren bereits 370 000 Euro eingestellt. Die veranschlagten Mittel werden angepasst und erneut in den Haushalt eingestellt.