Der Spruch „Was lange wärt, wird endlich gut“ trifft auf das interkommunale Glasfasernetz von Mühlingen und Eigeltingen zu. Am Montag trafen sich die Verantwortlichen auf dem Hof der Familie Stengelin, der an der Grenze beider Gemeinden liegt. Symbolisch drückten der Eigeltinger Bürgermeister Alois Fritschi, der Mühlinger Bürgermeister Manfred Jüppner, der Hauptgeschäftsführer des Providers NetCom BW, Bernhard Palm, und Burghard Vogler von der Breitbandversorgungsgesellschaft im Landkreis Sigmaringen (BLS) auf den roten Knopf.

Sie blickten bei dieser Gelegenheit auf den gemeinsamen Weg zurück, den sie acht Jahre zuvor beschritten hatten. Für Bernhard Palm war es ein besonderer Termin, denn: „Nur wenige Kommunen sind so konsequent den Weg zum kommunalen Glasfasernetz gegangen wie sie.“ Dabei seien die beiden Bürgermeister selbst zu Experten geworden. „Sie könnten jederzeit bei uns anfangen“, sagte er schmunzelnd und lobte auch das hohe Maß an Flexibilität der beiden Bürgermeister. Dieses Engagement sei nur selten zu finden. Dazu komme noch Durchhaltevermögen, um bei den hoch bürokratischen und komplexen Abläufen nicht den Mut zu verlieren.

Auch der letzte Hof soll einen Glasfaseranschluss haben

Auch Alois Fritschi blickte zurück und dankte vielen, insbesondere aber seiner Familie, die viele Stunden und Wochenenden auf ihn habe verzichten müssen, weil das Glasfasernetz seine Aufmerksamkeit forderte. Er sah in diesem Tag auch die Belohnung für den Mut des Gemeinderats, das große Projekt stets zu unterstützen. Wichtig sei dem Eigeltinger Bürgermeister dabei immer gewesen, dass alle Höfe, Gewerbegebiete und Ortsteile den Zugang zu schnellem Internet bekommen.

Viele Verzögerungen habe es gegeben, doch sei nun auch die Zuschusszusage für die fehlenden Weiler Eckartsbrunn, Glashütte und Guggenhausen da, sodass man diese in absehbarer Zeit anschließen könne. „In Eigeltingen wurden bis heute rund 1000 FTTC- und 90 FTTB-Anschlüsse realisiert“, freute sich Bernhard Palm mit ihm.

„Wir haben einen relativ hohen Anteil an FTTB-Anschlüssen“, erklärte Manfred Jüppner. Denn die Thüga verlege Gasleitungen, sodass man die Arbeiten genutzt habe, um das Glasfaser nicht nur bis zum Verteilerkasten zu legen, sondern bis an den Bordstein vor den Häusern: „649 FTTC- und 198 FTTB-Anschlüsse wurden fertiggestellt.“ Bald solle auch in Gallmannsweil das Lichtwellensignal fließen können, fügte er an. Ebenso wie sein Amtskollege Fritschi dankte er Gemeinderat und Verwaltung für die konsequente Unterstützung des „wegweisenden und historischen Projekts“.

Angebot zur Beratung besteht weiter

So wie er, lobte Stephan Einsiedler, Kommunalberater der NetCom, die stets gute Zusammenarbeit aller Beteiligten: „Diese hört nicht auf, sondern schreitet stets voran.“ Alexander Hermann (Heralex) bedauerte, dass es aufgrund der Corona-Pandemie keine Informationsveranstaltungen geben könne, doch berate er weiterhin gerne interessierte Eigeltinger auch online oder per Telefon. Dies gelte ebenso für Christoph Kempter in Mühlingen. Auch die Verwaltungen hätten stets ein offenes Ohr.

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