Lange diskutierten die Gemeinderäte nichtöffentlich über die Baulandpreise. Nur einen kleinen Eindruck davon bekam man bei der öffentlichen Gemeinderatssitzung mit diesem Thema. Bürgermeister Alois Fritschi sagte: „Wir haben früher zu günstig verkauft, zum Teil sogar unter dem Selbstkostenpreis.“ Er schlug vor, den Quadratmeter Bauland in Eigeltingen für 190 Euro und in allen Ortsteilen für 140 Euro zu verkaufen. Dem schlossen sich die Gemeinderäte an. „Vor allem mit Blick auf das Glasfasernetz ist ein Bauplatz in Eigeltingen etwas wert“, betonte Fritschi.

Da die Infrastruktur im Kernort etwas besser sei, ergäbe sich hier ein höherer Preis. Insbesondere die sehr unterschiedlichen Erschließungskosten boten Raum zur Diskussion. „Wir sind eine Gemeinde und tragen das zusammen“, erklärte Gemeinderat Siegbert Bach (FWV). Trotzdem sei Bauen in allen Ortsteilen attraktiv. Gemeinderat Ewald Halder (CDU) regte an, die Baulandpreise jedes Jahr zu überprüfen. In der Vergangenheit sei dies zu selten geschehen.

Für Gemeinderätin Katja Hertell (FWV) war es wichtig, dass die Baulandpreise kostendeckend sind und die Gemeinde das Bauen nicht subventioniere. Denn für die Kommune kommen noch Folgekosten durch Ausgleichsmaßnahmen und erhöhtem Bedarf an Infrastruktur dazu.