Ausnahmsweise ist es nicht der Zustand des Waldes, der die Hauptsorge von Reiner Strähle ist. Er ist in Eigeltingen der Leiter des Forsts und ist neben der Forstverwaltung auch für Umweltschutz, Grünplanung und Gewässer zuständig. Bei der Verabschiedung des Forstwirtschaftsplans in der jüngsten Gemeinderatssitzung gab er bekannt, dass einer der beiden ausgebildeten Forstwirte gekündigt habe.

Dadurch ist kein manueller Holzeinschlag mehr möglich – die Vorschriften sagen, dass man dafür aus Sicherheitsgründen zu zweit sein muss. Nun wird im Eigeltinger Rathaus nach Lösungen gesucht. „Den Forstwirtschaftsplan haben Forstbetrieb und Kämmerei so abgeschlossen, als ob wir zwei Mitarbeiter hätten“, erklärte Reiner Strähle den Gemeinderäten.

Kooperationen sind mögliche Lösung

Deshalb werden aktuell Kooperationen im Bereich Forstwirtschaft gesucht. Diese könnten sowohl mit Unternehmen als auch mit anderen Kommunen eingegangen werden und einen langfristige Lösung sein. Trotzdem habe man auch eine Stelle ausgeschrieben, erklärte Reiner Strähle. Er bat die Gemeinderäte, auch eine Ausbildung in Betracht zu ziehen: „Es wäre gut, sich Nachwuchskräfte aus der Region zu sichern.“

Gemeinderätin Katja Hertell fragte, ob die Folgen des Dürrejahrs behoben seien. „Die Schäden sind noch da und gravierender als gedacht“, antwortete Reiner Strähle. Man hänge mit dem Einschlag laut Forstwirtschaftsplan hinterher. „Die Trockenheit ist noch lange nicht überwunden. Tiefgründig ist noch wenig Wasser da“, fügte er noch an.

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Die Einnahmen aus dem Wald seien für den Kommunalhaushalt ein wichtiger Posten. Doch der Holzpreis sei schlecht, deshalb habe man weniger eingeschlagen, als geplant. Ob und wie man dies nachholen könne, sei wegen der Personalsituation noch ungewiss.

Die Forstmitarbeiter arbeiten in Eigeltingen zu 70 Prozent für den Forst und übernehmen darüber hinaus weitere Aufgaben, beispielsweise beim Gewässerschutz. Daher ist ihre Stelle immer eine Mischkalkulation im Kommunalhaushalt.