Im Juli soll mit den Erschließungsarbeiten für das Baugebiet Bollenberg Nord in Eigeltingen begonnen werden. Michael Berghoff, Abteilungsleiter Erschließung der Firma RBS Wave, die das Gebiet für die Gemeinde erschließt, rechnet damit, dass die Arbeiten im Juli 2023 abgeschlossen sein werden.

In Eigeltingen wird erstmals eine Firma mit einer solchen Aufgabe betraut. Einer der Vorteile ist, dass die Firma – anders als die Kommune – mit den beteiligten Baufirmen die Ergebnisse der beschränkt öffentlichen Ausschreibungen nachverhandeln kann. Die Erschließung des ersten Bauabschnitts mit 26 Bauplätzen werde Wave mit manchem, was für die 20 Bauplätze des zweiten Bauabschnitts auch wichtig ist, rund 3,6 Millionen Euro kosten. Dazu kommt für die Gemeinde noch etwa eine halbe Million Euro.

Rat diskutiert Baulandpreise

Bürgermeister Alois Fritschi dankte dem Rat für den Mut, den Bebauungsplan Bollenberg Nord zu beschließen und den Erschließungsvertrag zu vergeben. In der Vergangenheit kam es zu vielen Verzögerungen, bevor weiteres Bauland konkret geplant werden konnte. Im Rat wurde auch diskutiert, wie die Baulandpreise in Eigeltingen aussehen sollen.

Fritschi schließt nicht aus, dass die Gemeinde die Preise erhöhen muss: „Ziel ist es, beim Verkauf der erschlossenen Grundstücke nicht draufzulegen. Da dürfen wir uns nicht scheuen, die beschlossenen Preise zu erhöhen.“ Die Erschließungskosten für die Kommune sind bereits im Haushaltsplan eingestellt.

Vergabe künftig sorgsamer

Zudem werde man die Bauplätze sorgsamer vergeben, so der Bürgermeister. Dies erklärte er auch einem Bürger, der zu Sitzungsbeginn gefragt hatte, wann ein Baugebiet in Heudorf komme: „Rückblickend haben wir in allen Ortsteilen zu schnell zu viele Bauplätze verkauft.“

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Obwohl man in Heudorf einen Bebauungsplan habe und Eigentümerin der Grundstücke sei, werde in diesem Jahr keine weitere Erschließung geplant. Preise, Kriterien und die Erschließung möglicher weiterer Bauplätze werden voraussichtlich in der Klausurtagung des Rats im Herbst besprochen.