Laut einer Mitteilung des Landratsamts erfolge die Freigabe der K 6178 genau ein Jahr nach Sanierung der angrenzenden K 6177 in Richtung Bittelbrunn, welche ebenfalls im sogenannten Fräsrecyclingverfahren hergestellt wurde. Dabei werde der Untergrund samt teerhaltigem Material, welches sonst aufwendig und teuer entsorgt werden müsste, vor Ort durchgemischt, mit Wasser und Zement stabilisiert und anschließend mit zwei Asphalt­schichten überzogen, heißt es in der Mitteilung.

Ebenso seien sämtliche Entwässerungseinrich­tungen inklusive Leitungen neu hergestellt worden. Die Fahrbahnbreite betrage für den zirka vier Kilometer langen Abschnitt weiterhin 4,50 Meter, die anspruchsvolle Kurvenführung habe sich nicht geändert. In Teilbereichen würden noch Schutzplanken angebracht. Bis dahin bestehe eine Tempobeschränkung auf 50 Stundenkilometer.

Bei großer Hitze wurde der Asphalt weich

Die Sanierung war laut Landratsamt unabwendbar, da durch den maroden Bestand regelmäßig Sperrungen notwendig wurden, vor allem in Hitzephasen, weil der Asphalt zu weich und klebrig wurde. „Durch die wirtschaftliche Sanierung wurde die Problemstrecke für Jahrzehnte in einen sehr guten Zustand gebracht. Wir sind froh, mit diesem kostengünstigen Verfahren eine langfristige Lösung gefunden zu haben“, so Landrat Zeno Danner.

Die neue Fahrbahn der Kreisstraße 6178 im Wasserburger Tal soll deutlich stabiler sein als die bisherige.
Die neue Fahrbahn der Kreisstraße 6178 im Wasserburger Tal soll deutlich stabiler sein als die bisherige. | Bild: Susanne Schön

„Die Gemeinde Eigeltingen ist dankbar und glücklich, dass diese wichtige Kreiserschließungsstraße nach Honstetten kompetent saniert wurde“, so Bürgermeister Alois Fritschi. Engens Bürgermeister Johannes Moser ergänzt: „Auf die Sanierung einer der schlechtesten Kreisstraßen haben die Menschen lange warten müssen. Umso größer ist die Freude, jetzt wieder schlaglochfrei und sicher die wichtige Verbindungsstraße befahren zu können. Jetzt fehlt nur noch ein kurzes letztes Reststück der K 6177 von Bittelbrunn in Richtung Honstetten und Schenkenberg, das 2022 fertiggestellt wird.“

Sanierung dauerte länger, wurde aber billiger

Die Sanierung dauerte zwar sechs Wochen länger als die geplanten zwei Monate, war aber laut Landratsamt 25 Prozent billiger, die reinen Baukosten lägen bei rund einer Million Euro.