Schulabschlussfeiern sind für die Absolventen selbst am Wichtigsten. Wird doch ihre Schullaufbahn abgeschlossen oder zumindest ein Etappenziel errungen. Doch in Eigeltingen mischte sich unter die Emotionen Aufbruchsstimmung und Wehmut auch ein Rückblick auf die Schulentwicklung. Denn mit den Zehntklässlern wurde dieses Jahr auch eine Schulart verabschiedet. Die Neuntklässler sind die letzten Absolventen der Werkrealschule. Sie gehörten bereits der Gemeinschaftsschule an.

Wenn sich in der Schullaufbahn Schulgeschichte spiegelt

So wie man an diesem Abend die Entwicklung von Kindern zu jungen Erwachsenen ablesen konnte, war auch ein Stück Schulgeschichte präsent. Denn diese Schüler wurden in der Grundschule jahrgangsübergreifend unterrichtet und erlebten den Wandel der Werkrealschule verschiedener Ausgestaltung bis zur Gemeinschaftsschule mit. In ihre Schulzeit fielen auch bauliche Veränderungen und sogar der Schulleiterwechsel von Werner Leber zu Michael Wernersbach.

Freudiges Fest mit Tanz und Theater

Der lebhafte und sehr selbstbewusste Auftritt der jungen Leute prägte die Abschlussfeier. Sie präsentierten stolz ihre Leistungen bei Tänzen, Maskentheater und Gesang. Aufrichtig dankten sie allen, die sie auf diesem Weg begleitet hatten und räumten ein, dass es sicher nicht immer einfach gewesen sei, sie zu unterrichten.

Hinter Masken müssen sich die Absolventen der eigeltinger Gemeinschaftsschule eigentlich nicht verstecken. abe sie hielten sie ihrem zahlreichen Publikum bei der Abschlussfeier schon einmal vor. Bild: Susanne Schön
Hinter Masken müssen sich die Absolventen der eigeltinger Gemeinschaftsschule eigentlich nicht verstecken. abe sie hielten sie ihrem zahlreichen Publikum bei der Abschlussfeier schon einmal vor. Bild: Susanne Schön

Das Motto des Abends war „Magic moments“, magische Momente. Bürgermeister Alois Fritschi fand vier solcher Augenblicke: tolle Mensa-Betreiber, die Medienbeschaffung durch Sponsoring und Gemeinde, der Zuschussbescheid für die Toilettensanierung sowie die „Wunsch-Schulleitung“ durch Michael Wernersbach und Andreas Rossatti. Für die Elternbeiratsvorsitzende Ulrike Walker zählte „die Menschlichkeit, mit der versucht wird, für jeden Schüler und seine Familie eine gute Lösung zu finden“. Für sie kam unerwartet ein überraschender Moment hinzu – sie bekam den Otto-Herz-Preis der Schule für ihr überragendes Engagement für die Schulgemeinschaft verliehen. „Sie erledigt alle Aufgaben seit vielen Schuljahren mehr als verlässlich, erfüllt die Erwartungen und ist unverzichtbar gewesen für die gelingende Entwicklung der Schule“, lobte Schulleiter Michael Wernersbach.

Viele Magische Momente bescherten die sechzig Absolventen der Eigetlinger Schule sich und ihrem Publikum bei der Abschlussfeier. Bild: Susanne Schön
Viele Magische Momente bescherten die sechzig Absolventen der Eigetlinger Schule sich und ihrem Publikum bei der Abschlussfeier. Bild: Susanne Schön

Was die Lehrer den Schülern mitgeben

Die Klassenlehrerinnen Heike Schwarzenberger und Yvonne Ulrich als Hexe beziehungsweise Fee blickten mit vielen Anekdoten bis in die Grundschulzeit und auf die gemeinsamen zwei letzten Jahre zurück. Johannes Mutscheller verabschiedete als Klassenlehrer die Neuntklässler mit dem Hauptschulabschluss. „Etwas erfolgreich geschafft zu haben, dem wohnt etwas Magisches inne“, zog er Bilanz und wünschte seinen Schülern, dass sie den Veränderungen „ohne Angst, sondern mit Mut und Zuversicht entgegentreten“.

Die Schulleiter zogen das Piratenmusical heran, an dem viele der heutigen Absolventen 2012 mitgewirkt hatten. Mit Blick auf die Absolventen befanden sie: „Ah, da sind unsere Schätze!“ Wehmütig waren auch sie, da diese nun dies Schulgemeinschaft verlassen. Und doch waren sie sich sicher, dass sie für die Menschen, die ihren weiteren Lebensweg kreuzen, eine Bereicherung sein werden.