Dieses Jahr geht es mit der Laienschauspieltruppe aus Homberg in „Das Tal der Suppen“. Wie der Titel vermuten lässt, geht es um Gastronomie. Im Tal der Suppen stehen sich gutbürgerliche und fremdländische Küche zum Duell mit unerwartetem Ausgang gegenüber. Natürlich gibt es reichlich Verwirrungen zwischen den acht Akteuren. Warum es gerade dieses Stück in diesem Jahr auf die Homberger Bühne geschafft hat? „Wir haben das Stück schon lange auf unserer Wunschliste“, bekennt Regisseurin Martina Trunk.

Wie kommen zwei Wirtsstuben auf eine Bühne?

Doch habe man erst jetzt die Lösung gefunden, wie man zwei Dorfwirtschaften auf die kleine Bühne im Dorfgemeinschaftshaus bringen kann. Denn manchmal träumt Martina Trunk von der großen Bühne. Einer Bühne, auf der viel Platz ist, auf der die Schauspieler Raum füllen müssen. In Homberg wird eine ausgeklügelte Choreografie erstellt und jede Requisite hat ihren besonderen Platz. Die Lösung in dem speziellen Fall war es, nur jeweils einen Tisch mit Stühlen auf die Bühne zu stellen.

Das Bühnenbild stammt aus dem Fundus

Stolz sind die Laienschauspieler auf ihr Bühnenbild. Im Hintergrund steht eine gemaltes Dorf. „Wir haben es auf der Laube gefunden“, strahlt Regina Herter, die mit Steffen Schober für die Gestaltung der Bühne zuständig ist. Der Theaterfundus wächst ständig. Wann genau das Bühnenbild gemalt wurde, waren sich die Schauspieler nicht sicher. Wer es bei der Aufführung erkennt, darf es ihnen verraten. Sogar ein Baum findet auf der Homberger Bühne Platz.

Beim Stück geht es – versteht sich – ums Essen

Wie es der Titel vermuten lässt, läuft den Zuschauern sicherlich das Wasser im Mund zusammen, wenn „strammer Max“ und „badische Backpfeifen oder Ohrschellen“ serviert werden. Beim Tanz zwischen Töpfen, Porzellan und Plastikgeschirr gibt es jede Menge Wortwitz zu entdecken. „Ich finde es klasse, wie Martina immer wieder die passende Besetzung für die Rollen findet“, staunt Regina Herter, die in ihrer Rolle als Tavernenbesitzerin zwar nicht mit ihrem Partner Steffen Schober ein Paar spielt, dafür aber einmal ein wenig altersmilde wird. Denn die Regisseurin genießt es, die Rollen einmal fremd zu besetzen und neue Pärchen zu bilden, um bei Schauspielern und Publikum Sehgewohnheiten zu durchbrechen.

Wer noch mitwirkt

Wie Steffen Schober den „jugendlichen Liebhaber“ gibt, ist mehrere Hingucker wert. Daran wird man sich im demografischen Wandel gewöhnen müssen. Ob das Essen schlecht ist oder Sterne wert, das bestimmt Lucia Sättele als Testesserin Iris Eglich. Und für reichlich Lacher und Verwirrung sorgt Thomas Domogalla als Landstreicher. Zum Laienschauspielgruppe wieder dazugestoßen ist Fabian Rauch als Gastwirt. Seine Frau ist Jasmin Rauch und die Oma der Familie Tanja Harder. Mit bestem italienischen Akzent verkörpert Sven Römer den Koch Muck-Muck. Das Ensemble komplettieren die Souffleusen Laura Nissler und Sabine Tuchscherer. Sie haben immer den passenden Text – wenn die Schauspieler nicht gerade improvisieren.