Kleines Dorffest ganz groß, so könnte das Motto für Hombergs Dorffest lauten. Es strömten Gäste auch von außerhalb zum Zeltgottesdienst. Hier erlebten alle den zukünftigen Pfarrer der Seelsorgeeinheit Krebsbachtal/Hegau zum ersten Mal. "Sie geben mir mit dieser starken Gemeinschaft Heimat", dankte Dominik Rimmele in seiner Predigt und hofft, dass auch in Zukunft so viele Menschen die Gottesdienste besuchen. Gleichzeitig gebe er Heimat. Denn er stehe für die Werte der katholischen Kirche, die eben auch zur Heimat gehöre.

Was sich durch das ganze Homberger Dorffest zieht, war also schon im Zeltgottesdienst erlebbar. Eine starke, generationenübergreifende Gemeinschaft, die an Bewährtem festhält und neue Mitglieder und Gäste gerne aufnimmt. So leitet Martina Gommeringer neu die Gesangsgruppe aus jungen Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern, die den Gottesdienst lebendig machen. Denn im Zelt gibt es ja keine Orgel.

Philipp Rauch (links) und Lisa Domogalla (rechts) hatten bei ihrer Schicht am Shuffelboard selbst großen Spaß. Bild: Susanne Schön
Philipp Rauch (links) und Lisa Domogalla (rechts) hatten bei ihrer Schicht am Shuffelboard selbst großen Spaß. Bild: Susanne Schön

Auf den Gottesdienst folgte traditionell der Frühschoppen. Der Musikverein Raithaslach-Münchhöf hatte auch ein neues Gesicht dabei, sogar in vorderster Front. Viele Festbesucher erlebten den Dirigenten Heiko Jahnke zum ersten Mal. In diesem Jahr gab es keine Fanfarenzüge zu hören. Am Nachmittag übernahm die Jugendkapelle Mühlingen-Zoznegg.

Groß und Klein begeisterten sich für den Vergnügungspark des Homberger Dorffests, bei dem Geschicklichkeit nicht nur beim Bogenschießen gefragt war. .Bild: Susanne Schön
Groß und Klein begeisterten sich für den Vergnügungspark des Homberger Dorffests, bei dem Geschicklichkeit nicht nur beim Bogenschießen gefragt war. .Bild: Susanne Schön

Dass sich die Homberger keine Sorge um Nachwuchs machen müssen, konnte man nicht nur am Küchen- und Bewirtungsteam sowie an den Betreuern im Vergnügungspark erkennen. Hier arbeiteten Homberger jeden Alters harmonisch zusammen. Übrigens auch wenn sie nicht mehr in Homberg wohnen. Auf der Bühne sorgte die "Dance Group Homberg" für einen Augenschmaus. Die jungen Mädchen treffen sich eigens zum Tanzen, um das Dorffest und die Fasnacht zu bereichern. Was das Homberger Dorffest aber zu etwas ganz besonderem macht, ist der Vergnügungspark. Überall gab es strahlende Gesichter. Manche Gesichter glitzerten sogar besonders, denn sie waren frisch dem Kinderschminken entschlüpft. Bunt wurde es ebenfalls beim Basteln. Geschickte Hände ließen bunte Windspiele und Traumfänger entstehen, die fröhlich im Zelt flatterten.

Orstvorsteher Reinhard Brecht (links) begrüßte die Festbesucher in dem libevoll dekorierten Festzelt. Auf der Bühne saß hier der Musikverein Raithaslach-Münchhöf mit seinem neuen Dirigenten Heiko Jahnke. .Bild: Susanne Schön
Orstvorsteher Reinhard Brecht (links) begrüßte die Festbesucher in dem libevoll dekorierten Festzelt. Auf der Bühne saß hier der Musikverein Raithaslach-Münchhöf mit seinem neuen Dirigenten Heiko Jahnke. .Bild: Susanne Schön

Hoch hinaus ging es für die Mutigen dann an der Kletterwand der Stockacher Stadtjugendpflege und gemütlicher ging es bei der Fahrt im Obstbähnle durch Hombergs Obstbäume zu. Die Fahrt mit dem Feuerwehrauto sorgte nicht nur bei Jungs für rote Backen. Mit Pfeil und Bogen ließen sich unter bewährter Anleitung schnell Erfolgserlebnisse erzielen. Schwieriger war da schon der heiße Draht, der eine ruhige Hand erforderte und unerbittlich piepte, wenn man ihn berührte. Beliebt war das Zielen mit der Handdruckspritze auf Kegel und das Shuffelboard. Erstaunlich waren die Bogen, die die Dartpfeile um die Luftballons herum machten. Dank relativer Trockenheit nutzen die Besucher auch die Strohrutsche immer wieder gerne.