Das Honstetter Herbstfest, welches an diesem Wochenende nunmehr zum 48. Mal über die Bühne ging, hatte nicht nur das Wetter, sondern auch die Besucher fest im Griff. Der Partyabend am Freitagabend war bereits bestens besucht, und die jungen Partygänger, welche vergnügt und lautstark im Zelt gemeinsam mit der österreichischen Partyband Dreirad gefeiert haben, waren alle voll des Lobes.

Gemeinsam mit seinen Musikkameraden kam Karly Maier (Zweiter von rechts) aus Urach im Schwarzwald nach Honstetten.
Gemeinsam mit seinen Musikkameraden kam Karly Maier (Zweiter von rechts) aus Urach im Schwarzwald nach Honstetten. | Bild: Doris Eichkorn

Ganz gleich, ob zum ersten Mal oder wie viele bereits Jahr für Jahr, waren sich die Besucher einig: „Hier herrscht eine tolle Stimmung, und die Lieder sind sogar tanzbar“, sagte etwa Hagen Post, welcher gemeinsam mit Bekannten aus Aach und Steißlingen gekommen war, um eine entspannte Party mit netten Gesprächen, dem ein oder anderen Getränk und netten Leuten zu erleben. Viele junge Mädchen in Dirndl bereicherten das Bild im Zelt optisch. Ganz gleich, ob mit Blumen im Haar oder mit Flechtfrisur, mal modern und auch klassisch, der Blick in die Runde zeigte viel in bayrischer Tracht.

Blasmusik am Samstag

Ebenfalls mit Dirndl, Trachtenhemd oder Uniform, dafür aber mit einem komplett anderem Musikstil verbrachten dann einige Hundert Männer und Frauen jeglichen Alters den darauffolgenden Musikabend mit Blasmusik am Samstagabend. Vlado Kumpan, der tschechische Spitzentrompeter, war zum 15. Mal Gast auf der Bühne im Festzelt beim Honstetter Herbstfest. In schwindelerregender Höhe und mit rasantem Tempo brachte er die Stücke dar.

Feiern macht gemeinsam doppelt soviel Spaß! Diese Gruppe machte es vor, am Freitagabend gab es viele dieser Gruppen, welche gemeinsam einen Abend voller Party und Ausgelassenheit erlebten.
Feiern macht gemeinsam doppelt soviel Spaß! Diese Gruppe machte es vor, am Freitagabend gab es viele dieser Gruppen, welche gemeinsam einen Abend voller Party und Ausgelassenheit erlebten. | Bild: Doris Eichkorn

Viele der Besucher kamen in großer Treue zu den Auftritten dieses Orchesters, so auch Karly Maier und seine Musikkameraden des Musikverein Urach. Die Schwarzwälder Musikanten waren in ihren grünen Shirts mit badischem Wappen direkt im Bereich vor der Bühne nicht zu übersehen. Sie zeigten sich begeistert vom Auftritt des Orchesters und sparten nicht mit Applaus. Dass sich Vlado Kumpan trotz aller Professionalität auch auf das Publikum einlässt, zeigten seine Ausflüge in die Reihen der Zuschauer. Mal hier, mal da, gab es ausgestattet mit seiner Einzeltonabnahme eine kurze solistische Einlage direkt zu erleben.

Keinerlei Scheu vor dem Puplikum zeigte das tschechische Ensemble rund um Vlado Kumpan (rechts). Bild: Eichkorn
Keinerlei Scheu vor dem Puplikum zeigte das tschechische Ensemble rund um Vlado Kumpan (rechts). | Bild: Doris Eichkorn

Die Profimusiker aus der Tschechei waren mit einem Bus angereist, und fuhren noch in der selben Nacht wieder in ihre Heimat zurück. Um 23.36 Uhr wurde dann erstmals das Ende des fulminanten Konzertabends angedeutet, welcher dann jedoch mit Hilfe von Zugaberufen und den entsprechenden Stücken dann doch noch etwas herausgezögert werden konnte. Viele Besucher spielen selbst in einem Musikverein, so kamen auch einige Musiker der Trachtenkapelle aus Stetten bei Engen nach einem Auftritt noch direkt in das Honstetter Zelt, um in den Genuss von Blasmusik auf allerhöchstem Niveau zu kommen.

BU5: Bandleader Vlado Kumpan (gelbe Weste) und seine Musikanten zeigten auch in diesem Jahr wieder, was mit dem richtigen Gefühl für die Musik und einer professionellen Ausbildung alles möglich ist. Bild: Doris Eichkorn
BU5: Bandleader Vlado Kumpan (gelbe Weste) und seine Musikanten zeigten auch in diesem Jahr wieder, was mit dem richtigen Gefühl für die Musik und einer professionellen Ausbildung alles möglich ist. | Bild: Doris Eichkorn

Am Stand neben der Bühne konnten die Besucher nicht nur CD´s des Orchesters kaufen, auch Solo-CD´s von Vlado Kumpan oder anderer Orchestermitglieder wurden angeboten. Manch Notensatz wurde von schockverliebten Musikern ergattert, um dann ab der kommenden Woche mit dem heimischen Musikverein einen Angriff auf die schwindelerregenden Höhen oder das rasante Tempo der tschechischen Komposition zu starten.