Schon immer packte eigentlich beim Musikfest das ganze Dorf mit an. Doch in diesem Jahr kooperierten zum ersten Mal Musikverein und Motorsportclub. Das Oldtimertreffen machte den Festsonntag zum Höhepunkt. Für beide Vereine waren die Besucherzahlen überraschend. „Es war schwer einzuschätzen, wie viele Festbesucher wir durch das Oldtimertreffen bekommen“, erklärte Volker Renner, Vorsitzender Intern beim Musikverein. Auch für Steffen Schober vom Motorsportclub waren die Besucherzahlen überraschend.

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Sabrina Kupferschmid, Vorsitzende Extern des Musikvereins, war mit dem Musikfest auch zufrieden. „Es war stressig“, blickte sie zurück. Denn die Gäste wollten bewirtet werden und wenn Hunderte gleichzeitig essen wollten, kam es zu Engpässen, zumal die Besucherzahlen die Erwartungen am Donnerstag und Sonntag überstiegen. An allen Tagen feierten Besucher aller Generationen friedlich zusammen. Auch bei der Partynacht mit den Dorfrockern am Freitag.

Das Wagnis, eine bekannte Band zu buchen, ging auf. „Wir werden nicht drauflegen müssen“, glaubt Volker Renner, auch nicht ausverkauft gewesen sei. Die Dorfrocker haben viel positive Resonanz bekommen. Am Samstag hatten die Heudorfer viel zu tun. „Wir haben über vier Stunden aufgeräumt und die Biergarnituren wieder aufgestellt“, erklärte Volker Renner.

Die Partynacht mit den Dorfrockern kam bei Besuchern aller Generationen gut an. So gut besucht war die Partynacht beim Musikfest schon lange nicht mehr.
Die Partynacht mit den Dorfrockern kam bei Besuchern aller Generationen gut an. So gut besucht war die Partynacht beim Musikfest schon lange nicht mehr.

Hatte man im Vorfeld befürchtet, dass die Verlegung auf einen neuen Termin eventuell geringere Teilnehmerzahlen zur Folge haben könnte, wurde man eines besseren belehrt. Der Teilnehmerrekord des vergangenen Jahres wurde sogar noch einmal um 54 Teilnehmer geknackt. 240 angemeldete Fahrzeuge fanden sich auf den Wiesen rund um das Festzelt und die Hochbuchhalle bei strahlendem Sonnenschein ein. Dazu kamen erfahrungsgemäß noch viele, die sich nicht angemeldet hatten.

Das älteste Fahrzeug mit Baujahr 1930 war eines der 22 Motorräder. Gefolgt von einem Ford aus dem Jahr 1931, der einer der 64 Autos war. Dazu kamen noch zwei Lastkraftwagen und fünf Unimogs. Mit einer Anzahl von 147 war die größte Gruppe die Traktoren und der älteste hiervon wurde 1936 gebaut. Aus Friedrichshafen war wohl die weiteste Anfahrt, doch Kurt Schranz aus Eschenz in der Schweiz brauchte auch drei Stunden mit seinem Traktor bis nach Heudorf.

Über 240 Oldtimer lockten am Musikfest-Sonntag bei schönstem Wetter mit Sommertemperaturen zahlreiche Besucher nach Heudorf. Im und um das Festzelt ließen diese sich gerne verwöhnen.
Über 240 Oldtimer lockten am Musikfest-Sonntag bei schönstem Wetter mit Sommertemperaturen zahlreiche Besucher nach Heudorf. Im und um das Festzelt ließen diese sich gerne verwöhnen.

Viele der Fahrzeuge wurden am Nachmittag nach einem gemeinsamen Korso vorgestellt. Darunter auch der VW Käfer von Regina Herter, den Steffen Schober fuhr. Da konnte man hören, was die Liebe zum Oldtimer auch ausmacht: Die Bereitschaft, viel Zeit und Geld in die Reparaturen zu stecken. Denn der Käfer hatte eine seiner Zündkerzen verloren. So wurde den ganzen Tag über viel gefachsimpelt, manch ein Tipp für eine gute Werkstatt oder Bezugsquelle für Ersatzteile weitergegeben. Besucher wie Teilnehmer schwelgten in (Kindheits-)Erinnerungen.

Auch die Oldtimer beim Musikfest in Heudorf begeisterten beide Geschlechter und alle Generationen.
Auch die Oldtimer beim Musikfest in Heudorf begeisterten beide Geschlechter und alle Generationen.

Wenn nach dem heutigen Feierabendhock das Festzelt geschlossen ist, haben die Heudorfer noch lange keinen Feierabend. Es heißt wieder aufräumen, das Festzelt abbauen, alle Utensilien einlagern und die Abrechnung machen. Dann werden sich alle zusammensetzen und überlegen, wie das nächste Musikfest wird.

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