Zum Radweg auf den Spuren des Heiligen Meinrad können jetzt viele Menschen „Mein Radweg“ sagen oder es ist der „Meinrad-Weg“. Diese Woche wurde der Pilgerradweg von Rottenburg bis Einsiedeln von Mönchen aus Einsiedeln eingeweiht. Damit präsentiert sich die katholische Kirche modern. Es ist nicht nur ein neuer Radweg, sondern ein Weg, neuen Menschen die Kirche zu öffnen.

In Eigeltingen ist das im Wortsinn passiert. Denn bisher war die St.-Mauritius-Kirche nur zu den Gottesdiensten geöffnet. Pfarrer Dominik Rimmele freut sich, dass die Türen nun offen sind.

Bürgermeister hat Gefallen am Wortspiel

Auch Bürgermeister Alois Fritschi war bei der Eröffnung dabei: „Mir gefällt das Wortspiel – MeinRadWeg!“ Er ist sich sicher, dass der Meinradweg eine weitere Bereicherung für die Bevölkerung und den Tourismus werden kann.

Ebenfalls beim Stopp in Eigeltingen anwesend waren die Schüler der dritten Klassen aus Eigeltingen und sangen für die Anwesenden. Die Mönche freuten sich über diese herzliche Begrüßung sehr und stellten sich gerne den Fragen der Kinder.

Die wehende Kutte bleibt aber im Gepäck

„Wir sind Vorbild und putzen die Zähne auch auf der Fahrt“, erklärten sie beispielsweise. „Bruder Cyrill sieht aus wie auf dem Schild des Meinradweg, wenn er im Kloster Rad fährt.“ Doch eine wehende Kutte sei auf einer Radtour von mehreren Tagen eher unpraktisch, darum sei sie im Gepäck. Noch etwas verbindet die Mönche mit Eigeltingen: Auch in Einsiedeln ist der Kirchenpatron der Heilige Mauritius.

Der 275 Kilometer lange Meinradweg beginnt bei der Sülchenkirche bei Rottenburg am Neckar, führt über die Erzabtei Beuron zum Weltkulturerbe Insel Reichenau und von dort über das Benediktinerkloster Fischingen zum größten Wallfahrtsort der Schweiz, dem Kloster Einsiedeln.

Mit einem gestempelten Pilgerpass erhält man teilweise vergünstigte Mahlzeiten und Beherbergung, aber Buchung vorab ist angeraten, da es keine Garantie für ein Pilgerbett gibt.

Informationen im Internet:
http://www.meinradweg.com