Normalerweise dauert das Homberger Dorffest zwei Tage. Doch wenn es etwas zu feiern gibt, geht das Fest auch gerne mal einen Tag länger. Und das gibt es in diesem Jahr.

Zusammen mit den anderen ortsansässigen Vereinen – Freiwillige Feuerwehr und Narrenverein – veranstaltete der Fanfarenzug 1985 das erste Homberger Dorffest, das inzwischen weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt ist. Der Fanfarenzug feiert in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen. Darum beginnen die Feierlichkeiten bereits am Freitag.

Der Fanfarenzug wurde 1959 gegründet, mit dem Ziel, Veranstaltungen musikalisch zu begleiten. Sowohl im Ort und in der Gemeinde als auch darüber hinaus sind die Künste des Fanfarenzuges beliebt. Der Verein startete mit zehn Spielern, die Instrumente wurden auch mittels Haussammlung angeschafft. Mit der Zeit gewann der Fanfarenzug immer mehr Mitglieder hinzu.

Zuschüsse der Gemeinde, Zuwendungen von Augusta Viktoria Gräfin Douglas und der Erlös aus Theatervorstellungen und Altmaterialsammlungen ermöglichten die Beschaffung einer historischen Landsknechtuniform in den Farben Gelb und Braun. 1964 wurde die Vereinsfahne geweiht. Inzwischen wurde die Uniform der Fahne angepasst und der Mönch des Ortswappens ziert auch den Überwurf der Uniform.

Die Vereine und Einwohner von Homberg bilden eine enge Dorfgemeinschaft. Die zeigt sich bei vielen Anlässen, unter anderem dem Dorffest oder der Fasnacht. 1993 beteiligte sich der Fanfarenzug unter der Führung der Musik- und Kulturinitiative Homberg an der Open-Air-Veranstaltung „Rock am Bach“. Auch diese Veranstaltung ist mittlerweile über die Ortsgrenzen hinaus bekannt.

Marc Schimpeler ist Vereinsvorsitzender und auch der musikalische Leiter des Fanfarenzugs: „Wir freuen uns auf die befreundeten Fanfarenzüge und Freunde unserer Musik, die mit uns feiern“, sagte er. Sein Stellvertreter ist Felix Ruß. Schriftführerin ist Jutta Löffler und Kassierer Fabian Rauch. Sie alle sind an den Vorbereitungen beteiligt, genauso wie auch die mehr als 20 Musiker und deren Familien.

Haupttag bleibt der Sonntag

Sonntag und Montag sind auch beim 35. Dorffest die Homberger Feiertage. Haupttag ist der Sonntag. „Unser Dorffest beginnt wieder mit einem Zeltgottesdienst. Hier engagiert sich die Dorfjugend musikalisch. Auch sonst ist die nächste Generation aktiv und somit die Zukunft des Dorffestes gesichert“, sagte Sandra Domogalla, Vorsitzende der Blätzlezunft. Im Festzelt wartet anschließend nicht nur Verpflegung auf die Besucher, sondern auch musikalische Unterhaltung und Vorführungen.

Besonders wird das Dorffest durch den Kinder-Vergnügungspark mit zahlreichen Spielen und Bastelangeboten. Dazu gehören zum Beispiel ein Obstbähnle, Fahrten mit dem Feuerwehrauto, die Kletterwand der Stadtjugendpflege, Pfeil und Bogen, Basteln und Schminken. Dieses Jahr wird zum ersten Mal eine Rollenrutsche aufgebaut. Bei den Geschicklichkeitsspielen gibt es zudem Preise zu gewinnen. Das Fest geht am Montag weiter.

Die nächste Veranstaltung, bei der alle Homberger wieder gemeinsam anpacken, wird das Laienschauspiel an Weihnachten sein. Die Schauspieler kommen wieder aus allen Vereinen und die Homberger werden auch an diesen Tagen sicherlich wieder mit ihrer Gastfreundschaft überzeugen.