Zum 48. Mal wird an diesem Wochenende in der Gemeinde Eigeltingen im Ortsteil Hon-stetten das Herbstfest gefeiert. Start ist am heutigen Freitag, 6. September, ab 20 Uhr mit einer Partynacht. Bereits zum zweiten Mal unterhalten dann die Musikerinnen und Musiker aus Österreich mit einer bunten Mischung aus aktuellen Hits und Kultschlagern aus vergangenen Jahrzehnten die Besucher. Jahr für Jahr treten sie beim Münchner Oktoberfest auf. Sie verstehen es, die Massen dort wie auch in Honstetten zu unterhalten. So werden auch in diesem Jahr die jungen Männer in Lederhosen ebenso wie die jungen Frauen im Dirndl ihre Freude beim gemeinsamen Feiern mit guten Freunden und guter Musik haben.

In Honstetten gibt es vieles, was bereits eine lange Tradition hat. Nicht nur die kulinarische Linie der Palette der Schlachtspezialitäten, welche selbst im Ort hergestellt wird, hat Tradition. Auch die auftretenden Musikkapellen sind vielfach bekannte Orchester. Am Samstagabend wird mit Vlado Kumpan und seiner Kapelle wieder ein Blasmusik-abend der Extraklasse geboten. Kumpan selbst gilt als einer der besten Trompeter in der Blasmusikszene. Gemeinsam mit seinen 13 Musikern, welche alle ebenso wie er ein Musikstudium absolviert haben, wird er bekannte Klassiker aus Funk und Fernsehen, aber auch das eine oder andere Stück aus der eigenen Feder zum Besten geben. Ein Besuch dieses Abends ist für Blasmusikbegeisterte
in der Region ein Muss. Der 47-jährige Kumpan und seine Gruppe waren schon mehrmals in Honstetten und sind langsam schon ebenfalls hier zum Kumpanen geworden.

Für den Blasmusikabend am Samstag gibt es keinen Kartenvorverkauf. Ab 18.30 Uhr können die Besucher sich die besten Plätze durch den Erwerb ihrer Eintrittskarte am Haupteingang sichern und im Anschluss bei freier Platzwahl dann die erste Schlachtplatte der Saison genießen. Wie gewohnt werden die Besucher von den zahlreichen Bedienungen im großen Herbstfestzelt in Rot-Weiß bedient – so kann man sicher sein, die Bedienung nicht zu verfehlen. Neben Bedienungen aus den eigenen Reihen des Musikvereins helfen auch viele junge Frauen aus der Region rund um Honstetten. Wenn es als Besucher auch ab und an in den Stoßzeiten eines solchen Zeltfestes schwer fallen mag, Geduld an den Tag zu legen, wenn der Magen knurrt und an den Nebentischen im Minutentakt leckere dampfende Teller mit Kesselspeck und Sauerkraut ankommen, so sollte man immer im Blick behalten, dass alle Mitarbeiter im Zelt keine Gastroprofis sind, sondern sich in ihrer Freizeit in den Dienst des Festbesuchers stellen. Auch sie sind den Automatismen von Pannen und Fehlern ausgeliefert und geben auch bei einem kurzfristigen Stromausfall oder der Tatsache, dass die Flammen des Gaskochers den darauf befindlichen Krauttopf langsamer erhitzen als vielleicht gewünscht, immer ihr Bestes zum Wohle des Gastes. So sollte man sich als Besucher eines Vereinsfestes immer darauf einstellen, dass auch einmal das Essen später kommen kann als geplant. Eins ist sicher: In Honstetten wird beim 48. Herbstfest sicherlich mit größtmöglicher Professionalität und einem hohen Maß an Organisation gearbeitet, jedoch lassen sich Fehler nie ganz vermeiden, denn „Irren ist menschlich“ – so besagt es auch die Redewendung, die wohl jedem bekannt sein dürfte.

Ein Besuch des Honstetter Herbstfestes lohnt sich immer. Nicht nur wegen der guten Stimmung im endlos scheinenden Festzelt, das mit seinen bunten Volants am Zelthimmel und der liebevollen Dekoration an der Bühne, der Weinlaube oder der Kaffeestube beeindruckt. Auch das Zusammentreffen von vielen Menschen aus dem gesamten Hegau ist hier das Besondere. Besucher nehmen Jahr für Jahr weite Wege auf sich, um Teil des Herbstfestes zu sein. Viele treffen alte Bekannte, die sie seit Jahren nicht mehr gesehen haben, oder lernen neue Menschen kennen. Diese wollen ebenso wie sie die herbstlichen Genüsse, welche die Honstetter mit ihren Schlachtspezialitäten wie Blut- und Leberwurst selbst hergestellt und frisch gekocht darbieten, fröhnen.

Am Sonntagnachmittag, wenn die Zeit des Mittagstisches sich dem Ende zuneigt, beginnt die Schlacht am Kuchenbuffet. Dort haben die Besucher die schier unendlich scheinende Auswahl am Tortenbuffet in der Kaffeestube. Auch hier gibt es einen Hauch von höchster Professionalität, denn aus den Automaten läuft im Minutentakt vom ganz normalen Bohnenkaffee bis hin zu Milchkaffee und Cappuccino genau das gewünschte Produkt in Tassen und Gläser und wird mit flinker Hand zur gewählten Torte geliefert.