Der Gemeindefeuerwehrtag hat in Eigeltingen eine lange Tradition. Mathias Martin war Kommandant, als er den jährlichen Turnus einführte. Er sollte nicht nur zur Information dienen, sondern vor allem Angehörigen der sechs Abteilungswehren zusammenführen. Dazu kamen gemeinsame Übungen und Ausbildung. „Dass die Eigeltinger Feuerwehr so gut zusammenarbeitet, das hat Mathias Martin in die Wege geleitet“, lobte Bürgermeister Alois Fritschi und zeichnete Mathias Martin überraschend aus.

Dieser freute sich, dass seine Nachfolger alles in seinem Sinne weitergeführt haben. Er sagte, die Feuerwehr sei immer noch sein Lebensmittelpunkt. Er hat auch die Jugendfeuerwehr maßgeblich geprägt. „Auch bei den Nachbesprechungen zum Zeltlager der Jugendfeuerwehren des Landkreises haben wir viel Lob für die Ausrichtung bekommen“, gab Kommandant Ralf Martin bekannt.

Der Gemeindefeuerwehrtag in der Eigeltinger Krebsbachhalle war gut besucht. Es schloss sich ein Helferfest für das Zeltlager an. Darum waren auch viele Partnerinnen und Eltern von Jugendfeuerwehrangehörigen dabei. Bild: Susanne Schön
Der Gemeindefeuerwehrtag in der Eigeltinger Krebsbachhalle war gut besucht. Es schloss sich ein Helferfest für das Zeltlager an. Darum waren auch viele Partnerinnen und Eltern von Jugendfeuerwehrangehörigen dabei. Bild: Susanne Schön

Die endgültige Abrechnung sei noch nicht erfolgt. Doch zum Dank fand im Anschluss an die Formalien ein Helferfest statt. Damit alle Feuerwehrangehörigen und deren Partner sowie die externen Helfer gemeinsam feiern konnten, gab es ein mehrgängiges Buffet und Getränke in Selbstbedienung. Der Musikverein Eigeltingen umrahmte die Veranstaltung und auch danach wurde noch bis in die frühen Morgenstunden getanzt. Somit gelang es in besonderen Maß, die Kameradschaft zwischen allen Abteilungen zu pflegen.

Ausblicke auf kommende Jahre

Dem Lob für das Zeltlager schloss sich auch der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands, Stefan Kienzler, an. Er stellte in Aussicht, dass er in Gottmadingen eine Jugenfeuerwehr gründen werde, deren Pate die Jugendfeuerwehr Eigeltingen mit ihrem Jugendleiter Frank Gommeringer sein soll. Kreisbrandmeister Carsten Sorg lobte das Zeltlager ebenso. Er sprach zudem die kreisweiten Entwicklungen im Feuerwehrwesen an, für die man einen langen Atem brauche.

Hier heftet Kommandant Ralf Martin (links) Kevin Kenner das Leisutngsabzeichen in Bronze an. Bild: Susanne Schön
Hier heftet Kommandant Ralf Martin (links) Kevin Kenner das Leisutngsabzeichen in Bronze an. Bild: Susanne Schön

Die digitale Alarmierung soll bis 2020 kommen. Das Feuerwehrzentrum mit mehreren Modulen wie Atemschutzstrecke, Brandsimulation, zentraler Führung soll bis 2024 in Betrieb genommen werden. „Große Einsätze machen auch vor kleinen Gemeinden nicht Halt“, sagte Sorg. Darum unterstütze der Landkreis die Gemeinden bei der Beschaffung. Die Zuschüsse für zwei Tragkraftspritzenfahrzeuge mit Wasser seien genehmigt.

Hier heftet Kreisbrandmeister Carsten Sorg das Ehrenabzeichen des Landes Marco Tobian an die Uniform. Bild: Susanne Schön
Hier heftet Kreisbrandmeister Carsten Sorg das Ehrenabzeichen des Landes Marco Tobian an die Uniform. Bild: Susanne Schön

Die Fahrzeuge würden in den nächsten Wochen bestellt, fügte Bürgermeister Alois Fritschi hinzu. „Der Feuerwehrbedarfsplan gibt den Gemeinden Planungssicherheit“, erklärte Carsten Sorg. Im Zeichen der digitalen Alarmierung würden zudem flächendeckend die Alarmierungs- und Ausrückepläne überarbeitet. Diese müssten sowieso ständig aktualisiert werden.

Vergangene Einsätze

Einblick in die Arbeit der Abteilungen der Feuerwehr Eigeltingen gab deren Schriftführerin Regina Glatt. Aus den Hauptversammlungen, Jahresübungen und Einsätzen nahm sie sich einige genauer vor. Zudem zählte sie auch Versammlungen, offizielle Anlässe sowie Wanderungen, Motorradausfahrten und andere gesellige Treffen auf.

Eigeltingen wurde 16 Mal alarmiert, Heudorf, Honstetten, Rorgenwies je drei Mal, Homberg und Reute je zwei Mal. Dazu zählten zwei große Verkehrsunfälle sowie ein Gebäudebrand. Bei Übungen und Einsätzen rückten die Abteilungen in unterschiedlichen Zusammensetzungen aus.

Ehrungen

Die Hauptaufgabe des Kreisbrandmeisters Carsten Sorg waren beim Gemeindefeuerwehrtag die Ehrungen. Er hatte 13 bronzene, zwei silberne und drei goldene Feuerwehr-Ehrenzeichen dabei. Diese sind dreiteilig. Das Kreuz darf nur am Tag der Ehrung an der Uniform getragen werden, die Bandschnalle darf jederzeit an der Uniform getragen werden und der Pin auch im Privaten. Geehrt wurden mit Gold für 40 Jahre Stefan Schwald und Tobias Hirt sowie in Abwesenheit Markus Schwanz. Silber für 25 Jahre erreichten Tobias Braun und Michael Roth. Für 15 Jahre (Bronze) wurden ausgezeichnet: Dieter Lehmann, Marco Tobian, Lorenz Aldinger, Gerhard Reger, Tobias Tobian, Michael Schubert, Thomas Kern, Benjamin Widemann, Ulrich Renner und Tobias Güttinger sowie in Abwesenheit Marco Müller, Sonja Geigges und Uwe Berlet. (sch)