Der Klassiker „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ ist für viele Menschen untrennbar mit Weihnachten verbunden. Und so durfte er beim Jahreskonzert des Musikvereins Eigeltingen am Vorabend des ersten Advents nicht fehlen. 

Dank Carina Mattes am Klavier durchzogen die bekannten Melodien des tschechischen Films die St. Mauritius Kirche. Und vor dem inneren Auge sah man Aschenbrödel, bei der Arbeit, auf der Jagd und beim Ball am Königshof. Das Erlebnis verstärkten die Musiker am Schlagzeug nochmals.

St. Mauritius Kirche hat besondere Akustik

Der Musikverein wählte in diesem Jahr nicht ein bestimmtes Motto für sein Konzert, sondern einen besonderen Auftrittsort. „Es ist die Akustik der St. Mauritius Kirche, die uns heute hier zum Konzert zusammenfinden lässt“, erklärte Daniel Rauch als Moderator des Abends.

Und man merkte sowohl den Musikern als auch den Sängern die Freude am besonderen Klang an. Der Funke der Begeisterung sprang auch auf die Zuhörer über, die aus Eigeltingen und dem Umland kamen.

Harmonische Klangfülle

In der Kirche gehörten Musik und Gesang zusammen, befand der Moderator, bevor sich die Sänger des Liederkranzes Eigeltingen zu den Musikern gesellten. „Bei der Generalprobe standen wir noch hinter den Musikern“, sagte Chorleiterin Ursula Abröll. Doch dort übertönten die Instrumente den Gesang.

Beim Konzert verbanden sich Gesang und Musik bei den Liedern „Wo Menschen sich vergessen“ und „Möge die Straße uns zusammenführen“ zu harmonischer Klangfülle. Letzteres Stück wurde nochmals als Zugabe gespielt, denn ohne Zugaben wollte das Publikum die Musiker auf keinen Fall gehen lassen, wie der Beifall am Schluss deutlich zeigte.

Gelungene Soli und festliche Klänge

Beim gemütlichen Ausklang in der Pfarrscheune oder davor an wärmenden Feuerschalen wurden nicht nur Pläne für die Adventszeit geschmiedet. Man ließ auch das Konzert nochmals Revue passieren, beispielsweise die sehr gelungenen Soli von Hubert Gommeringer an der Posaune und Marijana Senger an der Trompete bei „Gabriellas Song“. Mit „Intrada Festivo“ war das Konzert festlich und klangvoll eröffnet worden.

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Bei „Choral and rock-out“ bewiesen die Musiker nicht nur ihre harmonische Verbindung sondern auch, dass sie den Bogen zwischen Moderne und Klassik spannen können. Wenn ein Stück in ein Kirchenkonzert passt, dann „Crith Mhonadh“. Die schottische Kirche lebte mit all der Herrlichkeit der Glaubens und der Lebensfreude als Folge des Gottvertrauens auf.

Ein Konzert der Liebe

„Concerto damore“ – ja, ein Konzert der Liebe war dieses Jahreskonzert. Die Liebe zur Musik war hörbar, die Verbundenheit der Musiker war zu erleben und auch der Einfluss des besonderen Auftrittsorts war in diesem Konzert der Liebe zu spüren. Alles in allem ein gelungener Jahresabschluss für die Musiker und ihre Fans, dem noch kleinere Auftritte beispielsweise an mehreren Tagen beim lebendigen Adventskalender in Eigeltingen folgen.