Groß war das Interesse der Besucher beim dritten Besuch des Stockacher Ferienprogramms in der Bodensee Bonbon Manufaktur, dem ein vierter folgen wird. Weit über Eigeltingen hinaus wollen Menschen in die süße Welt von Simone Roth eintauchen. "Dieses Jahr besuchten uns die Ferienprogramme aus vierzehn Orten von der Höri, Stein am Rhein über Sipplingen und Engen bis aus Rottweil und Dauchingen", freute sich die Zuckerbäckerin.

39 Lutscher wurden bei der ersten Schauvorführung für die Stockacher Gruppe hergestellt. Manch einer wählte lieber den zweiten Nachmittagstermin oder begnügte sich mit zuschauen und zuhören. Denn Simone Roth verpackt interessante Details rund um die Rohstoffe und die Bonbon-Herstellung regelmäßig zu faszinierenden Vorträgen.

Doch ganz besonders an diesen Schauvorführungen ist das Erleben mit allen Sinnen. So zogen die bonbonfarbene Ausstattung sowie die vielen bunten Bonbongläser und Lutscher optisch alle in ihren Bann. Dazu wehte ein unwiderstehlicher Duft, in diesem Fall von Waldfrüchten, durch die Produktion und den Verkaufsraum. Und ganz besonders ist der Genuss von warmem Bonbonteig. Nur an der Oberfläche ist dieser leicht hart, doch darunter weich. So ist es schwer, der Versuchung zu widerstehen, nicht darauf zu kauen. Denn schnell wird er hart und könnte so zum Plombenzieher werden oder Zahnspangen verkleben. Dazu kommt, dass man durch die Wärme des Teigs die Aromen im Mundraum besonders intensiv erleben kann.

Sicherer war allerdings die Verkostung ausgekühlter Bonbons. Und damit der Genuss noch lange währt, gab es auch noch Tipps für die Aufbewahrung von Zuckerwaren. Beinahe schon hart war das Verlassen der Manufaktur in die abgekühlte, graue Welt draußen. Doch die Erinnerung an die Bonbonwelt wurde in Tüten und Gläsern achtsam mitgenommen.