Es gibt Vereine, die leisten Großes. Und doch fällt ihre Leistung nicht sofort ins Auge. So ein Verein ist die katholische Frauengemeinschaft Honstetten-Reute-Eckartsbrunn. Weil sie eben viel außerhalb des Lichts der Öffentlichkeit tun, ist es schwer für die Frauen neue Mitglieder anzuwerben. „Es will sich kaum noch jemand auf Dauer verpflichten“, sagte die Vorsitzende Diana Bach bei der jüngsten Mitgliederversammlung.

Es sind viele kleine Tätigkeiten, deren Tragweite vielleicht am ehesten noch die Ortsvorsteher und der Pfarrer abschätzen können. Denn gemeinsam mit den Ortsvorstehern werden Jubilare besucht, egal ob runder Geburtstag oder Goldene Hochzeit. „Es ist eine tolle Zusammenarbeit mit euch“, lobte Honstettens Ortsvorsteher Werner Hirt. Aber auch bei weniger erfreulichen Anlässen sind die Frauen zur Stelle und schreiben Kranken Genesungskarten oder schauen auf einen Besuch vorbei. „Das wird sehr geschätzt, denn oft ist man im Alter alleine. Da tut es gut, wenn jemand an einen denkt“, weiß Irmgard Hirt, die als stellvertretende Vorsitzende in ihrem Amt bestätigt wurde.

Bestätigt wurde auch Schatzmeisterin Sabine Müllerleile, die auch in diesem Jahr wieder etwas Gewinn verbuchen konnte. Kleine Veranstaltungen tauchten im Schriftführerbericht von Betina Hirt auf. Es gab keine außergewöhnlichen Veranstaltungen, aber eben doch einige Gelegenheiten sich zu treffen: Frauenfastnacht, Maiwallfahrt, Jahresausflug, Kirchen- und Dorffest sowie diverse kirchliche Anlässe wie Weltgebetstag oder Osterbasteln.

Doch man gewann den Eindruck, dass es eben diese kleinen Dinge sind, die einen unverzichtbaren Wert haben – für die Frauen selbst und für die Menschen, die ihnen begegnen. Diana Bach rief dazu auf, als Frauengemeinschaft die Kirche zu gestalten. Pfarrer Dominik Rimmele begrüßte dies ausdrücklich, gerade auch in Hinsicht auf die Strukturreform Pastoral 2030 in der katholischen Kirche. Für die Kirchengemeinden gilt es, hervorzuheben, welche Schätze sie haben. Denn durch die Verminderung von personellen und finanziellen Ressourcen sollen die derzeit 224 Gemeinden auf 40 schrumpfen.