Viele Heudorfer Feuerwehrmänner besuchten am Muttertag das Freilichtmuseum in Neuhausen ob Eck. Dabei ging es aber nicht um einen gemeinsamen Ausflug. Die Feuerwehrabteilung ist eine der ältesten des Landkreises und hat somit auch historische Gerätschaften im Bestand, die gut gepflegt wurden. Eine dieser Gerätschaften ist ein Schlauchwagen von 1954. Dieser wurde nun an das Freilichtmuseum übergeben.

„Wir machten im vergangenen Jahr einen Ausflug hierher und mussten erschrocken feststellen, dass die Feuerwehrremise leersteht“, erklärte der Abteilungskommandant Richard Auer. Der Umstand, dass man selbst historische Fahrzeuge hat und dass nichts für die Museumsbesucher in der Remise zu sehen ist, ging den Heudorfern nicht aus dem Kopf. So wurde besprochen, dass man einen Teil der eigenen Ausrüstung abgibt. Am liebsten wäre den Heudorfern eine Dauerleihgabe gewesen, doch da dies nicht möglich ist, entschieden sie, ihren Schlauchwagen von 1954 abzugeben. Er wurde mit defekten Schläuchen bestückt, so dass zumindest der optische Eindruck stimmt. Den zweiten historischen Schlauchwagen von 1906 kann man im Heudorfer Feuerwehrgerätehaus besichtigen.

Kurt Fichtaler hatte seinen Traktor schon in Feuerwehrrot lackiert. Er fuhr damit den Schlauchwagen von Heudorf im Hegau nach Neuhausen ob Eck. Es folgten die Feuerwehrmänner in Uniform mit Fahne.
Kurt Fichtaler hatte seinen Traktor schon in Feuerwehrrot lackiert. Er fuhr damit den Schlauchwagen von Heudorf im Hegau nach Neuhausen ob Eck. Es folgten die Feuerwehrmänner in Uniform mit Fahne. | Bild: Susanne Schön

Oldtimertraktor führt den Zug an

Der Schlauchwagen wurde feierlich vom Museumseingang zum Dorfplatz geleitet. Ein Einsatzfahrzeug führte den Zug mit Blaulicht und Martinshorn an. Der Schlauchanhänger wurde dahinter passenderweise von einem Oldtimertraktor gezogen. Es folgten die Feuerwehrmänner in Uniform mit Fahnenabordnung. Auf dem Dorfplatz warteten schon interessierte Museumsbesucher auf die neue Attraktion.

Richard Auer gab eine kurze Einführung in die Geschichte der Heudorfer Wehr und damit auch einen lebendigen Einblick in die Veränderungen der Abläufe und Ausrüstung der Feuerwehr. „Jetzt kommt ein kleiner Teil der Heudorfer Geschichte zur großen Geschichte des Museums“, freute sich Museumsleiterin Almut Grüner. „Der Schlauchwagen ist eine schöne Erweiterung für unsere Sammlung, in der wir schon einige Feuerwehrgeräte haben.“

Museumsleiterin Almut Grüner (Mitte links) und Abteilungskommandant Richard auer (Mitte rechts) freuten sich, dass nun ein Stück Heudorfer Geschichte Platz im Freilichtmuseum gefunden hat. .Bild: Susanne Schön
Museumsleiterin Almut Grüner (Mitte links) und Abteilungskommandant Richard Auer (Mitte rechts) freuten sich, dass nun ein Stück Heudorfer Geschichte Platz im Freilichtmuseum gefunden hat. .Bild: Susanne Schön

Dank für die Unterstützung der Frauen

Der Kommandant aller Eigeltinger Abteilungen, Ralf Martin, entschuldigte sich bei den Frauen, dass man die Aktion an ihrem Ehrentag vorgenommen habe. Er dankte für vielfältige Unterstützungen, die die Eigeltinger Feuerwehrleute erhielten: „Unsere Frauen machen die Türen auf, das Licht an und lassen manchmal schon den Motor an, damit wir schnell zum Einsatz kommen. Danke!“ Früher waren Frauen auch unverzichtbar bei den Eimerketten zum Brandherd. Nicht nur in der Heudorfer Abteilung der Feuerwehr gehören Frauen heute selbstverständlich zu den aktiven Feuerwehrangehörigen. Nach den Feierlichkeiten verbrachten die Heudorfer mit ihren Familien einen schönen Tag im Museum.

Dem Anlass entsprechend kamen die Heudorfer Feuerwehrmänner in Uniform und mit Fahne zur Übergabe ihres historischen Schlauchwagens ins Freilichtmuseum nach Neuhausen ob Eck.
Dem Anlass entsprechend kamen die Heudorfer Feuerwehrmänner in Uniform und mit Fahne zur Übergabe ihres historischen Schlauchwagens ins Freilichtmuseum nach Neuhausen ob Eck. | Bild: Susanne Schön