Als starke Dorfgemeinschaft präsentierten sich die Homberger an diesem Wochenende. Für Sven Römer war es eine Premiere! „Ich bin aufgeregt“, gab er bei seiner ersten Rede als Ortsvorsteher von Eigeltingens Ortsteil Homberg bei der Jubiläumsfeier des Fanfarenzug zu. Er kenne den Fanfarenzug schon als kleiner Junge. Als dieser damals in Stockach beim Wecken an Fastnacht war, habe er allerdings nicht vermuten können, einmal eine Hombergerin und Mitglied des Fanfarenzugs zu heiraten, geschweige denn hier Ortsvorsteher zu werden.

Geburtstagsgeschenk für den Fanfarenzug Homberg-Münchhöf: Vier Fanfarenzüge spielen am Ende der offiziellen Feier spontan zusammen.
Geburtstagsgeschenk für den Fanfarenzug Homberg-Münchhöf: Vier Fanfarenzüge spielen am Ende der offiziellen Feier spontan zusammen. | Bild: Susanne Schön

In den 60 Jahren seiner Vereinsgeschichte haben die Mitglieder des Fanfarenzugs viel erlebt und bewegt. Der aktuelle Vorsitzende Marc Schimpeler freute sich, zwei der zehn aktiv spielenden Gründungsmitglieder zu begrüßen. Dies waren Herbert Lehmann und Franz Reichle. Neben den über zwanzig Vereinsmitgliedern, Ehrenmitgliedern und Gönnern nahmen auch die Fanfarenzüge aus Aach, Boll, Meßkirch und Reichenau an der Feier teil.

Vom Geburtstag zum Dorffest

Der Fanfarenzug ist neben Feuerwehr und Blätzlezunft einer der Vereine, die in Homberg immer gemeinsam anpacken. Viele Mitglieder sind in zwei oder gar drei Vereinen aktiv. Als gutes Beispiel dient der Fanfarenzug auch bei der Altersstruktur, die jung und alt vereint. Dies zeigt sich nicht nur beim alljährlichen Laienschauspiel in der Weihnachtszeit, sondern eben auch beim Dorffest.

Ortsvorsteher Sven Römer und eine junge Hombergerin lassen sich von Sandra Domogalla und Ulrike Stocker von der Blätzlezunft in die Geheimnisse der Taler einweisen.
Ortsvorsteher Sven Römer und eine junge Hombergerin lassen sich von Sandra Domogalla und Ulrike Stocker von der Blätzlezunft in die Geheimnisse der Taler einweisen. | Bild: Susanne Schön

„So viele Gäste hatten wir noch nie“, staunte die Präsidentin der Blätzlezunft, Sandra Domogalla. Man habe sogar noch weitere Biertischgarnituren aufstellen müssen und auch der ausgeschilderte, große Parkplatz war bis auf den letzten Platz belegt. Dies lag wohl am Wetter, es blieb bis auf kurze Spritzer trocken. Es war auch kein Badewetter mehr, so blieben viele Besucher nach dem Festgottesdienst sitzen. „Letztes Jahr hatten wir gleich viel zu tun“, blickte Manuela Fetscher zurück. Die gemütliche Kaffeestube im Festzelt war stets gut besucht.

Der Vergnügungspark beim Dorffest mit Bogenschießen, Kletterwand, Rollen- und Strohrutsche, Basteln und Kinderschminken begeistert nicht nur Kinder.
Der Vergnügungspark beim Dorffest mit Bogenschießen, Kletterwand, Rollen- und Strohrutsche, Basteln und Kinderschminken begeistert nicht nur Kinder. | Bild: Susanne Schön

Die Helfer in der Küche, beim Spülen und beim Bewirten hatte viel Arbeit. Zumal einigen noch die Jubiläumsfeier bis am frühen Samstagmorgen gefolgt vom Aufbau für den Sonntag in den Knochen steckte. Doch das tat der guten Laune keinen Abbruch. Für Pfarrer Dominik Rimmele war es der zweite Festgottesdienst beim Dorffest in Homberg. Er freute er sich über die vielen jungen Menschen, die als Ministranten und im Chor mit musikalischer Begleitung den Gottesdienst bereicherten.

Hombergs neuer Ortsvorsteher Sven Römer probiert die neue Rollenrutsche aus.
Hombergs neuer Ortsvorsteher Sven Römer probiert die neue Rollenrutsche aus. | Bild: Susanne Schön

Auch am Dorffestsonntag brachte sich Ortsvorsteher Sven Römer mit vollem Körpereinsatz ein, er testete begeistert die neue Rollenrutsche der Homberger. Heute, am Dorffestmontag (siehe Infokasten) klingt das Fest im Eigeltinger Ortsteil aus.

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