Bisher war das Projekt Berufseinstiegsbegleitung in Eigeltingen ein Erfolgsprojekt. Das fanden auch Arbeitgeber und Ausbildungsbetriebe. Doch die Europäische Union steigt aus der Finanzierung aus. Darum muss diese neu geregelt werden. Die Agentur für Arbeit übernimmt die Hälfte, das Land ein Viertel und das letzte Viertel bleibt beim Schulträger – in Eigeltingen also die Gemeinde. Des weiteren wird das Projekt neu ausgeschrieben. Es ist also unsicher, ob es in der bisherigen Qualität weitergeht.

Für rund zehn Schüler gibt es laut Schulleiter Michael Wernersbach in Eigeltingen Bedarf. An die Eigeltinger Gemeinschaftsschule gehen sehr viele auswärtige Schüler. Es bestehe keine Aussicht darauf, dass sich andere Gemeinden an dem Projekt beteiligen, Bürgermeister Alois Fritschi in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Er wolle dies jedoch in der Bürgermeisterrunde ansprechen.

Die Räte wären bereit gewesen, für Schüler der eigenen Gemeinde zu zahlen, jedoch die Kosten für andere zu übernehmen, wollten sie nicht. Zumal man für zehn Schüler zahlen muss, egal ob man diese Zahl dann auch in Anspruch nimmt. Zudem sei die Zukunft beziehungsweise die Qualität des Projekts unsicher, die Gemeinde müsse sich aber bereits vor dem Ausschreibungsergebnis für mehrere Jahre festlegen. Das waren den Gemeinderäten zuviele Unwägbarkeiten. Darum stimmten das Gremium dagegen, die Berufseinstiegsbegleitung fortzuführen.

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