Kommendes Wochenende startet das viertägige Waldfest des Eigeltinger Musikvereins. "Das Fest bekommt durch den Waldfestplatz eine ganz besondere Stimmung", sagt Rainer Marber. Dem Manager der Band Crossage war es darum ein großes Anliegen, dass es auch wieder eine Rocknacht beim Waldfest gibt. "Wir wissen, dass es gerade bei wetterabhängigen Veranstaltungen für die Veranstalter nicht einfach ist, eine gute Band zu bekommen", darum habe man dem Musikverein ein Angebot gemacht, dass dieser nicht ablehnen konnte.

Eine gehörige Portion Lokalpatriotismus schwingt mit, wenn er sagt: "Zum Waldfest gehört Waldrock!" Denn gleich zwei Mitglieder der Band kommen aus Eigeltingen. Michelle Marber, die Sängerin, ist hier vielen bekannt. Überzeugte sie doch bereits bei Auftritten in der Schule schon mit ihrer Stimme. Seit dem hat sie sich stetig weiter entwickelt. Bevor sie nun Musik studiert, macht die bodenständige Sängerin erst eine Ausbildung.

Crossage steht sowohl für die große Bandbreite des Repertoires als auch für die Altersunterschiede der Musiker. Während Michelle Marber 20 ist, wurde Folker Zagrodzki, der zweite Eigeltinger, 1951 geboren. Der Bassist treibt mit seiner Bassline die Crossage voran. Gefunden habe die Band den Bassisten über Ebay-Kleinanzeigen, schmunzelt Rainer Marber. Rund machen den Sound Sänger Marius Knubben, die Gitarristen Jürgen Gedaniz und Ingmar Weinmann, Alexander Binder am Schlagzeug und Arno Gerber am Keyboard. Besonders an Crossage ist auch, dass sie ihre eigene Technik mitbringen. Gekonnt ins richtige Licht setzt Celine Hollstein die Auftritte und Rainer Marber sorgt für das ultimative Klangerlebnis.

Die Musiker haben sich schon ihre Sporen als Vorbands bekannter Musiker verdient. So traten sie zuletzt in Konstanz mit Noah Fischer, dem Saxophonisten des Panikorchesters von Udo Lindenberg auf. "Der Abend bleibt nicht nur aufgrund der Selfies mit Udo Lindenberg unvergessen", schwärmt Michelle Marber. Beim Waldrock hat sich Crossage die Deutschrock-Coverband Made in Germany aus Konstanz als Vorband ausgesucht.

Natürlich geht es nach dem Waldrock am Freitag weiter auf dem Waldfestplatz. Für ihren Theaterauftritt probt die Jungmusik bereits fleißig. "Ein Toter zu wenig" von Walter G. Pfaus verspricht spannende Stunden auf der Freilichtbühne Dunzenberg. Die Jungmusiker hoffen auf ein gefülltes Spendenkässchen, damit sie ihre Arbeit fortsetzen können.

Die Erlöse aus den Bewirtungen an allen vier Tagen fließen in die ehrenamtliche Arbeit des Musikvereins. Somit ist ein Besuch des Waldfests nicht nur ein leckerer Genuss und Ohrenschmaus, sondern auch ein Beitrag zum Erhalt der vielfältigen Dorfkultur und ehrenamtlichen Jugendarbeit.

 

Das Programm mit Musik und Theater

Das Eigeltinger Waldfest dauert vier Tage lang. So setzt sich das Programm zusammen:

  • Am Freitag, 15. Juli, spielt ab 21 Uhr die Coverband Crossage zum Waldrock. Der Eintritt beträgt fünf Euro pro Person.
  • Am Samstag, 16. Juli, gibt es ab 19.30 Uhr Waldtheater. „Ein Toter zu wenig“ heißt das Theaterstück, das die Jungmusik aufführt. Der musikalische Nachwuchs freut sich über eine Spende als Honorierung ihrer Arbeit.
  • Der Sonntag, 17. Juli, steht im Zeichen der Blasmusik und der Geselligkeit. Zum Frühschoppen spielt ab 11.30 Uhr der MV Nenzingen. Dazu passen die Hähnchen vom Grill. Ab 14 Uhr übernimmt der MV Hilzingen. Es gibt Kaffee und Kuchen.
  • Der Montag, 18. Juli, beginnt mit dem Feierabendhock ab 17.30 Uhr, die Alte Garde Liptingen für musikalische Unterhaltung. Ab 19.30 Uhr spielt der MV Schlatt u.K.