Leinwände spielten als Motto die große Rolle bei der Entlassfeier der Eigeltinger Schule. Die meisten nahmen in ihren Reden die bemalte Leinwand auf und es hingen auch viele Kunstwerke der Entlassschüler in der Krebsbachhalle aus. Doch manch einer wählte auch die Variante der Filmleinwand aus. Die Schulgemeinschaft nutze wieder einmal gekonnt die Entlassfeier, um sich lebendig und bunt zu präsentieren. Von den 45 Entlassschülern der beiden Teams der Stufe Neun gehen 14 in die Ausbildung und die anderen besuchen unterschiedlichste weiterführende Schulen, davon bleiben drei in Eigeltingen. Von den 30 Absolventen der Stufe zehn gehen sechs in Ausbildung und 18 auf weiterführende Schulen.

Filme statt Tänze

Große Medienkompetenz bewiesen die Abschlussschüler. Denn anders wie in vergangenen Jahren als Tänze, Gesang und Theater dominierten, nutzten die Schüler den Film als Medium. Die große Leinwand füllten sie mit ihren persönlichen Eindrücken der vergangenen Jahre. Die Neuner begannen mit einem Rundgang über das Schulgelände, gaben beispielsweise ganz persönliche Eindrücke der Prüfungssituation und des Schulalltags preis. Natürlich durften auch die Abschlussfahrten nicht fehlen. Alle bedankten sich bei den Lehrer, die zwar manchmal nervig gewesen seien, aber im Rückblick gesehen, doch für ihre Nervenstärke bewundert wurden. Die Zehner fanden vor allem für ihren Klassenlehrer Achim Faulhaber viele filmische Anspielungen. Sie stellten ihn auch bei der „Lehrerbedankung“ als Jediritter in den Vordergrund.

Schulleiter: Sensationelle Abschlussfeier

Der stellvertretende Schulleiter Andreas Rossatti stellte fest: „Das war eine sensationelle Abschlussfeier auf wahnsinnig hohem Niveau!“ Er hob die künstlerischen Leistungen bei der Dekoration ebenso hervor, wie die Leistung mit Gesang und Theater. Kurz griff er das Bedauern der Schüler über die langsame Internetverbindung auf. Er dankte der Gemeinde mit Verwaltung, Gemeinderat und Unternehmern für die tolle Medienausstattung, die er als Ferrari bezeichnete. Und gleichzeitig freute er sich, dass der Ferrari mit dem Anschluss an das Glasfasernetz die passende Autobahn bekomme.

Ein Lied macht Mut zum Wagnis

Zu Beginn der Feier hatten Schulleiter Michael Wernersbach und sein Stellvertreter Andreas Rossatti nicht nur eine gemeinsam Rede gehalten. Sie überraschten auch mit einem gemeinsam gesungenen Lied, „Was keiner wagt“ von Konstantin Wecker. „Ihr wagt etwas, sagt eure Meinung heraus, wagt zu denken, sagt aber auch nein, habt Bedanken und habt es geschafft, uns viel Positives zu schenken“, fasste der Schulleiter mit Blick auf Teamgeist, morgendliche Fussballrituale und „Friday for future“-Demonstrationen zusammen.

Engagement und gemeinsame Projekte

Auch Bürgermeister Alois Fritschi und die Elternbeiratsvorsitzende Nicole Zufahl hatte passende Worte für Schüler und Lehrer dabei. Die Elternbeiratsvorsitzende wusste: „Neben euren Zeugnissen, die ihr bereits in den Händen haltet und die eure Leistungen in Worten und Zahlen widerspiegeln, besteht ein nicht unerheblicher Teil des schulischen Beisammenseins eben nicht in Zahlen, Daten und Fakten. Engagement in der Gruppe, gemeinsame Projekte, Übernahme von Aufgaben, Vermittlung bei Problemfällen sind ebenfalls wichtige Tragpfeiler und Stützen des schulischen Beisammenseins.“

Die Schule in Zahlen

Die Gemeinschaftsschule hatte in diesem Schuljahr 548 Schüler, davon 160 in der Grundschule. Das Lehrerkollegium umfasst 52 Personen. Dazu kommen noch zwei pädagogische Assistentinnen und 19 Jugendbegleiterinnen. Schulsozialarbeiterin ist Melanie Schmidt. Der Schulförderverein hat 372 Mitglieder.