Bekanntlich hat der Büsinger Bahnhof an der Schwärzlenstraße keinen Schienenanschluss an die große, weite Welt. Trotzdem ist er jetzt durch das Bus- und Wohnbus-Oldtimer-Treffen zu einem gutbesuchten, internationalen Treffpunkt geworden. Hanspeter Vestner – selbst ein großer Fan von Oldtimer-Fahrzeugen – hatte sich bereit erklärt, das Areal bei seinem Hofgut für das 35. Treffen bereitzustellen. Natürlich gab es auch für ihn unzählige Vorkehrungen zu treffen. Allerdings handelt es sich beim Club der Gleichgesinnten nicht um einen Verein mit Statuten, sondern um eine Interessensgemeinschaft von Besitzern historischer Fahrzeuge (www.wohnbus.ch).

Die Fäden der Organisation lagen einmal mehr in den Händen von Chrigel Oberhänsli aus Thayngen. Dass es sich um den Erhalt von Schweizer Kulturgut handelt, ließ der Rundgang durch die Reihen der eingetroffenen, nicht alltäglichen Fahrzeuge deutlich erkennen. Denn so manches ausrangierte Nutzfahrzeug der Marken Saurer, FBW, Mercedes und MAN ist wohl doch nicht beim alten Eisen gelandet, sondern wurde mit viel Phantasie und Aufwand sowie auch einigem an finanziellen Mitteln in ein komfortabel ausgerüstets Wohnmobil verwandelt oder zu einem Bus für Nostalgiefahrten hergerichtet. Ein ganz spezielles, selten gesehenes Gefährt war zweifelsohne der wuchtige FBW-Hochlenker-Bus. Davon seien – so der Eigentümer Matthias Schneider – nur elf Exemplare produziert worden. Eines davon sei auch im Museum in Wetzikon zusehen.

Dass es sich bei diesen Treffen allemal um internationale Begegnungen handelt, war an den Auto-Schildern zu erkennen. Der größte Teil hatte die Bezeichnung "CH", mit dabei waren aber auch Teilnehmer aus Österreich, Deutschland, Liechtenstein und Frankreich sowie aus Belgien und Luxemburg. Schwerpunkte waren die Ausstellung der Oldtimer, der Austausch über Erfahrungen und technisches Wissen und die Restaurierung der Fahrzeuge. Aber auch das gemütliche Beisammensein bei Country-Musik kam nicht zu kurz.