Mit einer Fettexplosion, die einen Küchenbrand auslöste, begann die offene Einsatzübung der Feuerwehr Büsingen, die Andreas Wigger am Mikrofon kommentierte und von über 50 interessierten Schaulustigen verfolgt wurde. Nachdem die Einsatzkräfte mit Blaulicht und Martinshorn eingetroffen waren, wurde eine Löschleitung zur Versorgung des Tankfahrzeuges aufgebaut. Zwei Atemschutztrupps gingen mit Wärmebildkamera und Strahlrohr durch ein mit Nebel gefülltes Zelt, das eine Wohnung darstellen sollte, und drangen in einen Blechcontainer vor, wo ein Küchenbrand simuliert wurde. Ein Trupp löschte das Feuer und der zweite Trupp barg eine verletzte Person. Ein weiterer Atemschutztrupp stand bereit, falls etwas Unvorhergesehenes eintreffen würde. "Jede Aktion wird einzeln vorgeführt, obwohl bei einem Einsatz viele Aktionen parallel laufen", erläuterte Andreas Wigger.

Die verletzte Person wurde auf der Trage ins Freie gebracht und dem Roten Kreuz zur Erstversorgung übergeben. Jennifer Künz kommentierte die Vorgehensweise der Ortsgruppe Gailingen, die mit fünf Sanitätern vor Ort war. Im Anschluss wurde auf einem Verbindungssteg zweier Gebäudeteile eine Menschenrettung demonstriert. Mit einer Steckleiter drangen die Feuerwehrleute zum Verletzten vor und sicherten ihn mit einem speziellen Haltegewand, ehe sie ihn abseilten. "So kann man auch sehen, was bei einer Menschenrettung im Innern des Gebäudes passiert und warum alles eine gewisse Zeit dauert", betonte Andreas Wigger.

Im Anschluss an die Schauübung konnten die Besucher bei den Feuerlöschern selbst Hand anlegen oder mit einem Löschtuch einen Fettbrand bekämpfen. Bürgermeister Markus Möll ließ sich die Atemschutzausrüstung zeigen, während sich zahlreiche Kinder von Stephan Burmeister die Wärmebildkamera genauestens erklären ließen. Beim internen Teil der Übung wurde am Abend Hanspeter Vestner für seine 35- jährige Tätigkeit geehrt.