Es ist wohl so, dass viele Besucher in die Bergkirche Büsingen gekommen waren, um zu hören, wie Christian Poltéra mit dem 300 Jahre alten und millionenschweren Stradivari-Violoncello "Mara" die tausend Jahre alte Bergkirche auf außergewöhnliche Weise zum Schwingen bringt.

In der Tat, das Publikum war begeistert. Poltéra spielte mit Bozo Paradzik, Professor für Kontrabass an der Musikhochschule Freiburg, das Duo di Basso für Violoncello und Kontrabass von Zdenek Lukas. Danach spielten sie mit dem Skampa Quartett aus Prag Dvoraks Streichquintett Nr.2 in G-Dur.

Die Organisatoren wollen das Außergewöhnliche

Es gab bei den 26. Kammermusiktagen Bergkirche Büsingen aber noch mehr Außergewöhnliches zu hören. Im Nachtkonzert am Samstagabend ließ die Schweizer Geigerin Esther Hoppe ihre Violine von Gioffredo Cappa aus dem Jahre 1690 erklingen. Sie beeindruckte mit Johann Sebastian Bachs Chaconne aus der Partita Nr.2 für Violine solo.

Anschließend erklang die furiose Fassung für Streichseptett "Metamorphosen" von Richard Strauss. Zum Skampa Quartett sowie Paradzik und Poltéra kam dabei die Französin Lise Berthaud mit ihrer Viola hinzu.

Bewegende Momente mit dem Skampa-Quartett

Mit dem von Poltéra als künstlerischem Leiter zusammengestellten Programm knüpfte der Verein "Musikfreunde Bergkirche Büsingen" nahtlos an das Jubiläumsprogramm des vergangenen Jahres an. "Nach dem 25-Jahr-Jubiläum? – Wir machen einfach weiter", sagte bei der Eröffnung der Konzertreihe der Vereinsvorsitzende, der Gailinger Arzt Michael Psczolla.

Das Skampa Quartett aus Prag mit (von links:) Helena Jirikovska, Violine, Adela Stajnochrova, Violine, Lukas Polak, Violoncello und Martin Stupka, Viola, haben die Kammermusiktage 2018 in der Büsinger Bergkirche eröffnet. Bild: Wolfgang Schreiber
Das Skampa Quartett aus Prag mit (von links:) Helena Jirikovska, Violine, Adela Stajnochrova, Violine, Lukas Polak, Violoncello und Martin Stupka, Viola, haben die Kammermusiktage 2018 in der Büsinger Bergkirche eröffnet. Bild: Wolfgang Schreiber

Die Kammermusiktage haben dem über Jahrzehnte treuen Publikum wieder außergewöhnlichen Musikgenuss geboten. Eine wahre Freude war es, dem erstmals in der Bergkirche musizierenden Skampa-Quartett zuzuhören. In der Besetzung Helena Jirikovska und Adela Stajnochrova (beide Violine), Martin Stupka (Viola) und Lukas Polak (Cello) trug das Quartett dazu bei, musikalische Besonderheiten, spannende Begegnungen und bewegende Momente fernab von der Hektik des Alltags zu ermöglichen.