Auf dem neuen Kunstrasenplatz wird bereits gespielt, und nun bekommt der FC Büsingen auch ein Vereinsheim. Der Club feierte jetzt den symbolischen ersten Spatenstich für das Bauvorhaben. "Wir haben noch einen langen Weg vor uns, aber die ersten wichtigen Schritte erfolgreich gemeistert", betonte Bürgermeister Markus Möll in seiner Ansprache. Bereits bei seinem Amtsantritt vor fünf Jahren habe er gesehen, dass der Sportplatz eher den Charakter einer besseren Wiese hatte. Zudem gab es kein Clubheim und die Spieler mussten die Garderoben in der über einen Kilometer entfernten Gemeindehalle nutzen. "Das war insbesondere den Eltern der Jugendspieler oftmals schwer zu erklären", bemerkte der FC-Präsident Elias Meier.
 

Beim Spatenstich für den Neubau für das Clubheim des FC Büsingen bedient Vereinspräsident Elias Meier den Bagger und der Architekt Joachim Weiss (links) macht mit Bürgermeister Markus Möll die Handarbeit.
Beim Spatenstich für den Neubau für das Clubheim des FC Büsingen bedient Vereinspräsident Elias Meier den Bagger und der Architekt Joachim Weiss (links) macht mit Bürgermeister Markus Möll die Handarbeit. | Bild: Thomas Güntert

Nachdem mögliche Standorte im Rheinhölzli und bei der Gemeindehalle wegen diverser Einsprüche verworfen wurden, erarbeitete die Gemeindeverwaltung zusammen mit dem Fußballclub und dem Gemeinderat ein Konzept, bei dem der bestehende Naturrasen- in einen Kunstrasenplatz umgebaut und auf dem ehemaligen Trainingsplatz ein Clubhaus entstehen sollte. Mit der konkreten Planung wurde 2015 begonnen. Der Sportplatzbau und der Clubheimbau wurden sachlich getrennt, da man für den Platzbau Subventionen von deutscher Seite und für den Hochbau Zuschüsse aus der Schweiz beantragen wollte. Der Platzbau wurde durch die Verwaltung begleitet, der Hochbau durch den FC.

Der Naturrasenplatz wurde 2016 realisiert, wobei sich die Kosten inklusive Erschließung und Wegebau auf rund 1,2 Millionen Euro beliefen. Für einen Zuschussantrag wurde allerdings die Mitgliedschaft im Deutschen Fußballverband (DFB) gefordert. Der Aufnahmeantragantrag an den Südbadischen Fußballverband ging dann weiter über den Deutschen DFB und den europäischen Verband (UEFA) bis zum Weltverband (FIFA), der die Entscheidung vertagte. "Eine typische Geschichte für Büsingen, unser Ort beschäftigt die höchsten internationalen Gremien", bemerkte Markus Möll, der mit seinem Rechnungsamtsleiter Frank Riester und mit Elias Meier immer wieder nachhakte und letztendlich von der Sportförderung 80 000 Euro Zuschuss erhielt.

"Nun spielt es keine Rolle mehr, wie die FIFA entscheidet, im Grunde genommen will der FC Büsingen auch weiterhin in der Schweizer Liga spielen", bemerkte Möll. Für den Clubhausbau bekam die Gemeinde vom Schweizerischen Sport-Toto bereits 2015 eine Förderung von 50 000 Franken und stellt insgesamt 850 000 Euro zur Verfügung. Weitere rund 50 000 Euro investiert der Verein in Eigenleistung. Für den Neubau des teilunterkellerten Hochbaus wird mit einer rund neunmonatigen Bauzeit gerechnet. "Dieses zukunftsorientierte Konzept dient der langfristigen Entwicklung unseres Fußballvereins und soll die Attraktivität unserer Gemeinde nachhaltig gestalten", so Möll. Der FC Büsingen ist mit rund 300 Mitgliedern der größte Verein im Dorf, bei dem sich rund 120 Kicker auf zwei Aktiv-, eine Senioren- und fünf Jugendmannschaften verteilen.