Die Bergkirche St. Michael in Büsingen bietet eine ganz besondere Kulisse. Insbesondere Konzerte mit überwiegend klassischer Musik finden hier großen Anklang. Musiker und Besucher schätzten vor allem den intimen Rahmen; die Bergkirche fasst maximal 220 Besucher. Zum anderen bietet die Kirche eine außergewöhnliche Klangkulisse. Die Kammermusiktage, die traditionell in der Bergkirche stattfinden, gibt es nun schon seit einem Vierteljahrhundert. 1991 und 1992 wurden zwei Testkonzerte veranstaltet, die 1993 zu den Kammermusiktagen wurden. Michael Psczolla, Vorsitzender des Vereins Musikfreunde der Bergkirche zu Büsingen, blickt stolz auf die letzten 25 Jahre zurück. Es sei nicht selbstverständlich, dass sich ein solches Ereignis in der heutigen, schnelllebigen Zeit so lange behauptet. Psczolla betont, dass die Musik im Vordergrund stehe, das Drumherum werde auf ein Minimum begrenzt.

Zum 25. Jubiläum machte das Auryn Quartett am Freitagabend den Auftakt. Das Ensemble spielte Streichquartette von Joseph Haydn, Felix Mendelssohn-Bartholdy und Ludwig van Beethoven. Das Auryn Quartett ist seit Jahren eng mit den Kammermusiktagen verbunden. Matthias Lingenfelder (Violine), Jens Oppermann (Violine), Stewart Eaton (Viola) und Andreas Arndt (Violoncello) arbeiten bereits seit 36 Jahren zusammen. Sie treten international, beispielsweise in Wien, New York und Amsterdam auf. Seit 2003 unterrichten die Mitglieder des Ensembles auch an der Detmolder Musikhochschule. Das Quartett lockte zahlreiche Besucher in die kleine Bergkirche, sie verabschiedeten die Musiker nach dem zweistündigen Programm und einer Zugabe von Haydn mit begeistertem Applaus.

Am Samstag folgten ein Konzert sowie ein Nachtkonzert. Am Sonntag fand vormittags eine Matinee statt. Abgeschlossen wurden die 25. Kammermusiktage mit einem Konzert am Sonntagabend. Für die Freunde der klassischen Musik haben die Kammermusiktage mit Stücken von Mozart bis Strawinsky ein schönes, abwechslungsreiches Programm geboten.