Sie fühle sich in Ludwigshafen richtig angenommen, sagt Stephanie Feyerabend, Unternehmerin mit eigener Medienwerkstatt, Mitglied im Gewerbeverein Bodman-Ludwigshafen und Beisitzerin im TSV Bodman – und Buchautorin. An den für sie wunderschönen Bodensee zog sie 2018 und gründete ihr eigenes Büro in Ludwigshafen im Jahr 2020, wobei es noch eine Dependance in Düsseldorf gab. Denn Stephanie Feyerabend stammt gebürtig aus Wuppertal.

Nach der Ausbildung zur Druck- und Medientechnikerin hat sie sich vor rund 20 Jahren selbstständig gemacht. Dies sei stets ihr Traum gewesen, sagt Stephanie Feyerabend, die aus einer Unternehmerfamilie stammt und die, nach so einigen Rückschlägen im eigenen Leben, nun eine äußerst positive und optimistische Sicht auf das Leben zu haben scheint.

Ihre Kunden sind Bestattungsunternehmen

In ihrer Medienwerkstatt kümmert sie sich um Bestattungsunternehmen, für welche sie Unterlagenmappen, Checklisten, Fotomappen, Kondolenztaschen und so einiges mehr erstellt. „Mir ist klar, dass das außergewöhnlich ist, für Bestattungsunternehmen zu arbeiten“, sagt Feyerabend. „Aber es ist ein sehr interessantes Geschäftsfeld und überhaupt nicht düster, wie so manch einer denken mag.“ Denn heutzutage gehe es den Bestattungsunternehmen häufig darum, sich fern vom traditionellen Schwarz darzustellen. Ihr gefällt ihre speziell zugeschnittene Arbeit.

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Wofür Stephanie Feyerabends Herz jedoch noch schlägt, sind Bücher. Um diese kümmert sie sich hingebungsvoll mit einem eigenen Verlag, in dem bis jetzt bereits 17 Bücher erschienen sind, vor allem Lebensgeschichten und ganz persönliche Erlebnisse.

Die Bücher sind individuell

„Wir gucken uns die jeweilige Geschichte an und gestalten das Buch dann dementsprechend“, erklärt Stephanie Feyerabend. „Alles muss zusammenpassen. So individuell eine Lebensgeschichte ist, so individuell sollte auch das Buch sein.“ So ist es auch mit dem Buch „Alles geben – nur nicht auf! Mutmach-Geschichten von Frauen für Frauen“, dessen erster Band 2015 und zweiter Band 2021 erschienen ist.

Mit der Entstehung der Mutmach-Geschichten ist Feyerabends persönliche Geschichte eng verknüpft. „Es war im Jahr 2014 beim jährlichen Treffen des Verbands Deutscher Unternehmerinnen (VDU), den ich besucht hatte“, erzählt sie. „In der Vorstellungsrunde schon wurde mir bewusst, dass es uns allen gleich geht. Egal ob das weltweite Unternehmerinnen waren oder auch Frauen aus dem politiknahen Bereich: sie alle waren gefangen im Strudel von zu viel Arbeit und zu wenig Freizeit. Sie alle berichteten vom Stress, von privaten Sorgen und von Hindernissen und Steinen, die ihnen in den Weg gelegt worden waren.“

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Weiter erklärt sie: „Einer Frau war der Unternehmenspartner gestorben, eine andere war von ihrem Mann betrogen worden und eine berichtete von der Insolvenz und was die mit ihr persönlich machte. Natürlich machten die Geschichten mich betroffen, aber sie inspirierten mich auch. Diese Frauen mit ihren Geschichten so zu erleben, mit ihrer Persönlichkeit, ihrer Rhetorik, ihrer Körpersprache – das weckte in mir den Wunsch, diese Geschichten an die Öffentlichkeit zu bringen.“

Geschichten sind Inspirationen

Und so war die Idee für die Mutmach-Geschichten geboren. Als Feyerabend dann die Frauen fragte, ob sie ihre Geschichten gerne in einem Buch erzählen würden, sei die Resonanz überwältigend gewesen. Denn die Geschichten erfüllten gleich mehrere Zwecke: Sie unterhalten und informieren, helfen aber auch den jeweiligen Frauen, ihre Geschichte quasi von der Seele zu schreiben.

Gleichzeitig kann der Leser sich wiedererkennen und vielleicht sogar Ideen oder Inspirationen für das eigene Leben fassen. Stephanie Feyerabend beschreibt es so: „Es gibt so oft Situationen, die uns so scheinen, als seien sie nicht zu bewältigen. Aber wenn man sich den Mut nimmt, Täler zu durchschreiten, dann wird am Ende doch alles gut.“