Die Friedhofsmauer hat mehr als ein halbes Jahr lang die Gemüter in Ludwigshafen bewegt. Nun steht die vieldiskutierte Sanierung samt Mauerverlängerung an der B 34 vor der Tür. Mitte oder Ende Juli soll es losgehen und im Lauf des Jahres fertig werden. Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung alle Arbeiten vergeben.

Die ursprüngliche Kostenschätzung lag im vergangenen November bei rund 350.000 Euro. Das hatte damals Verwunderung und eine Debatte unter den Gemeinderäten ausgelöst. Der Zuschuss fällt nicht so hoch aus wie zunächst erwartet. Doch nach der Ausschreibung, die auf vier Gewerke verteilt war, gab es jetzt Angebote, die in der Gesamtsumme unter der Schätzung liegen. Außerdem werde gemäß der vorliegenden denkmalschutzrechtlichen Genehmigung auf das Bleiverfugen verzichtet, heißt es in der Sitzungsvorlage. Dies bringe eine Ersparnis von 14.000 Euro.

Die Gesamt- und Einzelkosten

Die Sanierung kostet nun rund 292.080 Euro, abzüglich von 31.620 Euro Zuschuss. Der Zuwendungsbescheid vom Landesamt für Denkmalpflege des Regierungspräsidiums Stuttgart liege vor. 46.378 Euro entfallen auf Erdarbeiten, Entwässerungsarbeiten und Betonierarbeiten. Für Naturstein-, Mauer und Betonabdeckungsarbeiten sind es 149.868 Euro, Putzarbeiten für 42.084 Euro und die Pflaster- und Rodungsarbeiten kosten 13.126 Euro. „Wir befürworten, das so zu machen“, sagte Ortsbaumeister Ralf Volber in der jüngsten Ratssitzung. Es breche immer mehr an der Mauer aus und es müsse dringend etwas gemacht werden.

Mauer bald auch neben der Treppe an B34

Die Gesamtsumme beinhaltet auch die Verlängerung am südlichen Treppeneingang des Friedhofs an der Bundesstraße 34 in Richtung Osten. Bürgermeister Matthias Weckbach hatte in einer Sitzung im November diese Erweiterung der Mauer angeregt.

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Eigentlich weist die Mauer schon länger Schäden auf. Doch aufgrund der Durchpressung eines Kanals unter dem Friedhof für den hochwassersicheren Ausbau des Mühlbachs, wurde die Sanierung verschoben.