Schulleiter Patrick Rupp erläuterte in der jüngsten Gemeinderatssitzung die Lage an der Sernatingenschule und gab einen Ausblick auf das kommende Schuljahr. Konzepte seien in der Corona-Krise erfolgreich umgesetzt worden, sagte er. Eigentlich verfüge die Schule über 19 Lehrer und zwei Sonderpädagogen. Allerdings gebe es derzeit nur zehn Lehrkräfte, die vor Ort unterrichten dürfen. Alle anderen gehören zur Risikogruppe. Deshalb brauche die Schule Unterstützung bei der Betreuung, wenn bald wieder alle Schüler in die Schule kommen.

Wie es gerade aussieht

Nach den Pfingstferien sei im rollierenden Betrieb weiter geöffnet worden. Es gebe halbierte Klassen, die abwechselnd unterrichtet würden, so Rupp. Die erweiterte Notbetreuung sei eine Besonderheit, die die Schule bisher noch nicht gekannt und gehabt habe. Er betonte, dass dies nicht mit dem Ganztagesangebot zu vergleichen sei und wirklich nur für die Eltern nutzbar sei, die in der kritischen Infrastruktur arbeiten.

Was sich bald ändert

Ab dem 29. Juni werde der „Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen„ beginnen. „Aber es gibt keinen Sport- oder Musikunterricht“, erklärte Rupp. Diese Art des Regelbetriebs bedeute, dass jedes Kind wieder jeden Tag vor Ort in der Schule unterrichtet werden solle, es gebe jedoch unter anderem einen zeitversetzten Unterricht.

Es solle auch eine individuelle Förderung geben, um die zu erreichen, die nicht am Home Schooling (Unterricht zuhause) teilnehmen konnten. Für den Rest des Schuljahres werde es keine Klassenarbeiten geben und der Heim-Unterricht dürfe nicht benotet werden. Daher würden dann im Zeugnis die gerundeten Noten aus dem Halbjahreszeugnis stehen, erläuterte er.

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Rupp wünscht sich einen noch engeren Austausch in Hinsicht auf Maßnahmen und eine klare Informationsstruktur, denn die Schule hatte mit demselben Problem zu kämpfen wie die Gemeindeverwaltung: neue Vorgaben des Landes kamen oft sehr knapp.

Digitalpakt und die Schülerzahlen

Der Rektor sprach auch den Digitalpakt an, aus dem es Fördermittel geben wird. „Wir wollen das Konzept bis November fertigmachen“, erklärte er. Anfang Juli gebe es eine Auftaktveranstaltung.

Aktuell hat Bodman-Ludwigshafen 163 Grundschüler, davon gehen 126 Kinder in die Sernatingenschule in Ludwigshafen und 37 Kinder nach Bodman. Die bisherige Prognose für das kommende Schuljahr 2020/21 gehe von 158 Grundschülern aus: 124 in Ludwigshafen und 34 in Bodman. „Ich gehe davon aus, dass wir weiter 19 Lehrer haben“, sagte Rupp. Es werde auch wieder eine FSJ-Kraft geben. Falls alles ganz normal laufen könne, werde am 18. September die Einschulung der Erstklässler stattfinden. Er könne es aber noch nicht sicher sagen.