600 am Mittwoch, ein leichte Senkung auf 579 am Donnerstag: Der Inzidenzwert der Corona-Fälle in den vergangenen sieben Tagen in Bodman-Ludwigshafen war in dieser Woche plötzlich höher als in allen anderen Gemeinden im Landkreis. Es gibt laut Angaben des Landkreises mit Stand am Donnerstag um 12 Uhr in der Gemeinde Bodman-Ludwigshafen 27 positiv getestete Personen. 25 seien in Ludwigshafen, wie Bürgermeister Matthias Weckbach sagt. Seit Beginn der Pandemie sind es insgesamt 60 Fälle.

Eine Einrichtung ist ein Hotspot

Weckbach sprach die Situation im Gemeinderat an. Er hätte gerne mehr Transparenz bei den Informationen: „Ich wünsche mir eine offenere Kommunikation.“ Der sprunghafte Anstieg in Ludwigshafen liege an zahlreichen Fällen „in einer Einrichtung“. Wo genau gab Weckbach in der öffentlichen Sitzung und auf SÜDKURIER-Nachfrage nicht preis, redete aber im nichtöffentlichen Teil mit den Räten weiter über die Lage.

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Er sagte, die Bevölkerung habe ein Recht darauf, von den Zahlen zu erfahren. Er hofft, dass dies dazu führe, dass viele es ernster nehmen. Es werde klar, „dass es mitten unter uns ist“. Das Problem sei, dass man das Virus nicht sehen oder riechen könne, es also unsichtbar sei.

Drei Todesfälle, zwei davon in dieser Woche

Jetzt veröffentlicht Weckbach selbst neben den aktuellen Zahlen ein paar Details mehr, als auf der Internetseite des Landratsamts stehen, von dem auch der SÜDKURIER die Zahlen zur täglichen Aktualisierung erhält. Zum Beispiel, dass es jetzt drei Todesfälle gibt. Am Dienstag sprach Weckbach von bislang einem Corona-Todesfall in Bodman-Ludwigshafen – bis Donnerstag stieg die Zahl auf drei. Das habe teilweise mit der genannten Einrichtung zu tun, aber nicht nur, so Weckbach.

Er hat bereits seit Beginn der Pandemie ab und an Zahlen veröffentlicht, wenn es einen Anstieg gab. „Viele Leute rufen auch bei uns an, wenn sie sehen, dass die Zahlen hier stark gestiegen sind“, erzählt Weckbach. „ Sie sind verunsichert. Da kann man nicht sagen, man sagt nichts.“ Eine SÜDKURIER-Anfrage beim Landratsamt zur Entwicklung in Ludwigshafen läuft.

Vorabinfo zum Weihnachtsfest

Hauptamtsleiter Stefan Burger kündigte im Hinblick auf die Pandemie-Lage bereits an, dass es wohl keinen großen Weihnachtsgottesdienste geben werde. Es sei ein ökumenischer Gottesdienst im Schlösslepark angedacht.

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