Was ist touristisch in Corona-Zeiten möglich? Sandra Domogalla, Leiterin der Tourist-Information, gab in der Sitzung des Touristikausschusses von Bodman-Ludwigshafen einen Überblick. Dabei ging es zudem um die Frage, welche Feste und Veranstaltungen es dieses Jahr gibt, was nicht möglich ist und was noch auf der Kippe steht.

Wie es mit Veranstaltungen insgesamt aussieht, sei noch unklar. Sandra Domogalla betonte: „Veranstaltungen werden generell auf Sicht geplant und durchgeführt.“ Das gelte beispielsweise fürs Sommerferienprogramm, für Frühschoppen und Grillfeste. Für Märkte wie die Sommeraugenweide brauche es spezielle Konzepte. Fest steht aber schon, dass große Feste wie das Hafenfest in diesem Jahr nicht stattfinden. Eventuell ergäben sich kleinere Alternativen, machte Domogalla Hoffnung.

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Führungen und Rundgang mit Audio-Guide

Es seien bisher einige Führungen vorgesehen. Am Narrenschiff und dem Relief „Ludwigs Erbe“ sollen insgesamt 18 Termine im wöchentlichen Wechsel stattfinden. Außerdem sind in Bodman acht Ortführungen geplant. Zusätzlich wird der Audio Guide überarbeitet, der es ermöglicht, sich beim Rundgang durch den Ort Informationen über das eigene Handy anzuhören.

Für die beliebten Gästebegrüßungsfahrten sind aktuell 30 Termine zwischen Anfang April und Ende Oktober vorgesehen. Eventuell finden in den Sommerferien wie im vergangenen Jahr auch mehr Fahrten statt, erklärte Sandra Domogalla. Genaue Vorgaben stünden noch nicht fest. Reservierungen sollen möglichst online erfolgen.

Apfelwochen im Herbst falls möglich

Angestrebt wird eine Saisonverlängerung im Frühjahr und Herbst. Hierfür werden online Frühlingswochen und To-Go-Angebote der Gastronomie beworben. Die Arbeitsgruppe Seegang organisiert Vitalwochen auf dem Seegang ebenso wie das Genusswandern mit regionalen Anbietern im Herbst. Dann stehen auch wieder Apfelwochen auf dem Plan – wenn die Infektionslage es zulässt.

Die Seegemeinde sei ein beliebtes Urlaubsziel. Das zeige sich beispielsweise am aktuellen Gästemagazin, das von Gästen, Einheimischen und Touristikern aus der Region sehr gut nachgefragt werde. Der Fokus liege auf Outdoor-Aktivitäten und Nachhaltigkeit, wie Sandra Domogalla, in der Ausschusssitzung erläuterte.

Veranstaltungen wie die Sommeraugenweide in den Ludwigshafener Uferanlagen wird es dieses Jahr eher nicht geben. Dieses Bild ist von 2019.
Veranstaltungen wie die Sommeraugenweide in den Ludwigshafener Uferanlagen wird es dieses Jahr eher nicht geben. Dieses Bild ist von 2019. | Bild: Constanze Wyneken

Einen Schwerpunkt bildet das Gartenjahr am Bodensee mit den zwei Landesgartenschauen in Überlingen und Lindau, zahlreichen Parkanlagen und Privatgärten sowie verschiedenen Veranstaltungen rund um das Thema Garten. Die Gemeinde wirbt außerdem für eine Anreise mit der Gästekarte oder in Verbindung mit einer Rad- oder Wandertour und einer Schifffahrt. Urlaub für das eigene Auto, nennt Sandra Domogalla diese Idee.

Informationen über Angebote in Datenbank

Sie berichtete über die Touristische Datenbank Toubiz, in der jeder Ort seine Daten einmalig anlegt, um die Infrastruktur des Ortes übersichtlich und aktuell für den Gast darzustellen. Diese Informationen sind über Schnittstellen auf verschiedenen Portalen zu finden. Es gebe dann zu einem Aufenthaltsort gleich Tipps zum Parken, zu Wanderwegen, zum ÖPNV und Einkehrmöglichkeiten. Auf einer eigenen Familienseite bekommt man für Bodman-Ludwigshafen zum Beispiel direkt alle interessanten Angebote wie Spielplätze, Strandbäder, SUP-Verleih oder Urweltmuseum.

Sandra Domogalla berichtete weiter, dass es eine gemeinsame Webseite für Tourismus und Gemeinde geben werde. Es gebe große Schnittmengen, so könne eine Doppelpflege von Daten vermieden werden und beide Bereiche voneinander profitieren.

Es sind mehre Lenk-Führungen geplant. Hier ein Teil des Narrenschiffs.
Es sind mehre Lenk-Führungen geplant. Hier ein Teil des Narrenschiffs. | Bild: Graf, Mario

Angebote bündeln und digitalisieren

Ganz groß geschrieben wird das Thema Nachhaltigkeit auf Destinationsebene. Kornelia Sonnenmoser und Sandra Domogalla sind für Bodman-Ludwigshafen im Arbeitskreis Nachhaltigkeit bei der DBT vertreten. Die Leiterin der Tourist-Information erklärte, es würden gemeinsame Leitsätze erarbeitet und Ziele definiert. Man wolle vorhandene Angebote bündeln und digitalisieren.

Außerdem sollten ein Grünes Schild für Beherbergungsbetriebe sowie Checklisten für Tourist-Informationen und Leistungsträger entwickelt werden. Es sei auch notwendig, die Kommunikationsmedien zu überdenken, beispielsweise die Papierflut einzudämmen und den Gastgebern digitale Unterlagen für grüne Ausflüge und grüne Urlaubstage an die Hand zu geben.