Beim Jugendtreff Bodman-Ludwigshafen stehen große Veränderungen an. Bettina Jäger-Gönner berichtet im Gespräch mit dem SÜDKURIER, dass sie und Esther Moll, die momentan die Leitung des Jugendtreffs innehaben, diese Verantwortung so bald wie möglich an engagierte Nachfolger übergeben möchten.

Seit gut fünf Jahren sind die beiden Frauen ehrenamtlich für die Kinder und Jugendlichen der Seegemeinde da, doch berufliche Veränderungen machen einen Wechsel notwendig. Sie wollen sich jedoch nicht ganz verabschieden, nur aus der ersten Reihe zurücktreten.

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Zehn Personen gehören zum Team

Bettina Jäger-Gönner betont: „Eigentlich besteht unsere Gruppe aus zehn Leuten, die auch im Hintergrund immer helfen.“ Sie hofft, dass sich zwei Personen finden, deren Kinder den Jugendtreff besuchen und die sich gerne einbringen würden.

Esther Moll (links) und Bettina Jäger-Gönner leiten seit gut fünf Jahren den Jugendtreff in Ludwigshafen.
Esther Moll (links) und Bettina Jäger-Gönner leiten seit gut fünf Jahren den Jugendtreff in Ludwigshafen. | Bild: Claudia Ladwig

Die Aufgaben seien eher im organisatorischen Bereich zu sehen, so Bettina Jäger-Gönner. „Wir haben aktuell zwei FSJ-Kräfte, die den Jugendtreff für Kinder ab der fünften Klasse dienstags von 16 bis 18 Uhr und mittwochs von 15 bis 18 Uhr öffnen. Zu diesen Zeiten sind wir nicht dabei. Aber Sonderaktionen leiten wir an.“

Schon viele Aktionen vorgeplant

Die Frauen haben eine Liste erstellt, die viele noch nicht umgesetzte Ideen enthält. Dazu zählen Veranstaltungen ebenso wie soziales Engagement und gemütliche Treffen in den Räumen des Jugendtreffs in Ludwigshafen. So hilft der Jugendtreff am Samstag, 1. Oktober, beim Benefiz-Fest von Gottfried Feiß im Gemeindezentrum beim Abräumen der Tische.

Am Sonntag, 16. Oktober, ist der Jugendtreff beim Genusswandern vertreten. „Wir haben unseren Stand mit Kaffee und Kuchen, Schokoäpfeln und Apfelcocktails wieder im Blütenweg und freuen uns über Kuchenspenden“, sagt Bettina Jäger-Gönner. Wer einen Kuchen beisteuern wolle, solle sich bei Esther Moll unter der Telefonnummer (01 76) 67 25 06 94 melden. Das eingenommene Geld komme vollständig dem Jugendtreff zugute.

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Doch die Jugendlichen werden auch ganz praktisch an den Umwelt- und Naturschutz herangeführt. Für eine Müllsammelaktion am Bodenseeufer liegen schon wiederverwendbare Müllsäcke und Zangen bereit. Auch Nachhaltigkeit soll bei den Teilnehmern in den Fokus gerückt werden.

Kreativität und Nachhaltigkeit vereint

Dafür greift der Jugendtreff unter dem Motto „Sprayen mal anders“ ein Projekt der Deutschen Bodensee Tourismus GmbH (DBT) auf: Diese hat Schablonen für Gullideckel in den Gemeinden am deutschen Bodenseeufer verteilt. Die Schablonen enthalten Sprüche wie „Kippe rein muss nicht sein“ oder „Ich bin kein Ascher“.

Damit soll erreicht werden, dass Zigarettenstummel nicht im Gulli und damit im Grundwasser, sondern im Mülleimer landen. Bettina Jäger-Gönner erklärt: „Ich finde, das ist eine tolle Idee. Wir haben uns mit dem Amt für Tourismus, Kultur und Marketing abgesprochen und Bürgermeister Weckbach lässt uns freie Hand.“

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Und wenn es dann auf Ende Oktober zugeht, werden wie in jedem Jahr im Jugendtreff wieder Kürbisse geschnitzt. Falls sich mehrere Erwachsene als Unterstützer finden, könnte auch eine Halloween-Party steigen. Für Fußball-Fans plant der Jugendtreff, im November ein kleines WM-Studio zum gemeinsamen Fernsehen einzurichten, wenn das technisch möglich ist.