Der FC Bodman-Ludwigshafen griff am Samstag dem Obsthof Specht unter die Arme, weil Not am Mann war. Alle Beteiligten waren stolz über das Ergebnis der Aktion. „Mega Aktion heute! Die haben so viel geschafft, ohne zu jammern und sind richtig dran geblieben“, freut sich Diana Specht. Sie fasst damit ihre Begeisterung und ihre Dankbarkeit für die tatkräftige Unterstützung in wenigen Worten zusammen.

Es war kurzfristig Unterstützung nötig gewesen, da einige Hofhelfer aus Polen aufgrund der derzeitigen Krisensituation durch die Corona-Pandemie in ihre Heimat hatten reisen müssen. So entschlossen sich spontan einige Spieler und Trainer des FC Bodman-Ludwigshafen und des Fußballcamps dazu, dem Obsthof zu helfen und der Familie und den verbliebenen Hofhelfern zur Hand zu gehen.

Es mussten dringend die 3300 frisch gesetzten Apfelbäumchen mit dem Sortennamen „Fräulein“ an zuvor gesetzten Stützpfeilern und gespannten Drahtseilen festgebunden werden. So können die Bäumchen dem nächsten stärkeren Wind standhalten und in Ruhe vor sich hin wachsen und gedeihen. „Diese Arbeit braucht keine Vorkenntnisse und so lässt sie sich gut auch von Laien ausführen“, erklärt Uwe Specht die wichtigen Aufgaben.

Hund Ringo der Familie Rösel und Celestine Rösel beim Anbinden der frisch gesetzten Apfelbäumchen auf der Plantage der Familie Specht in Ludwigshafen.
Hund Ringo der Familie Rösel und Celestine Rösel beim Anbinden der frisch gesetzten Apfelbäumchen auf der Plantage der Familie Specht in Ludwigshafen. | Bild: Constanze Wyneken

Zum Helfen kamen Steffen Rösel samt Ehefrau Johanna Rösel, die Kinder Cedric, Celestine und Cecil und Hund Ringo. Des Weiteren halfen Jochen Brackmeyer, Niklas Stobbe, Florian Krieg und Tamara Beirer. Auch die gesamte Familie Specht war auf der Apfelplantage: Uwe und Diana, dazu die Kinder Luisa, Fabio und Anina, die auch alle fußballerisch engagiert sind.

„Man hilft gerne, es ist ein Geben und Nehmen“, sagt Steffen Rösel, der auch erzählte, dass der Obsthof den FC und das Fußballcamp regelmäßig mit frischen Äpfeln für ihre Pausen unterstützen. „Außerdem haben sich alle über die Bewegung in der Natur gefreut“, ergänzt er. Und woanders helfen? Ja, das würden sie wieder tun, wenn irgendwo Hilfe benötigt würde.